Dem Nächsten zur Wehr

Ein Essay statt einer Kolumne zum Thema Werte in der Feuerwehr

Der Beruf des Feuerwehrangehörenden genießt seit Jahren die größte Wertschätzung[1], zugleich gehört die Organisation Feuerwehr nach Einschätzung der Deutschen zu den Institutionen, die am meisten zum Gemeinwohl beitragen[2]. „Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr“ heißt ein alter Leitspruch, der auch heute in traditionsorientierten Feuerwehren anzutreffen ist. Im semantischen Inhalt dieser zu sozialem Zusammenhalt aufrufenden Aussage liegt vermutlich der Grund, weshalb Feuerwehrangehörende so beliebt sind: Dem nächsten zur Wehr – die Feuerwehr hilft jedem.

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Das Kreuz mit dem Jubiläum

Die Feuerwehr Mengen erstellte einen Ratgeber rund um Festschriften

Festschrift der Feuerwehr Schallstadt, Abt. Mengen. Bild: Feuerwehr Mengen.

Jede Feuerwehr feiert gelegentlich ein Jubiläum – meistens alle 25 Jahre. Zu jedem Jubiläum gehört dabei auch eine „Festschrift“.

Ein Vierteljahrhundert ist aber eine lange Zeit. Meist ist das Wissen, das sich die Feuerwehr während der Erstellung der letzten Festschrift erarbeitete, nicht mehr oder nur noch bruchstückhaft vorhanden. Veraltet sind die Informationen dann oft auch noch, sofern überhaupt vorhanden.

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„Was die Natur begonnen hat …

… das beendet sie auch wieder.“ Mit diesem Satz begann ich 2007 die Zusammenfassung einer fiktiven TV-Dokumentation über ein Buschfeuer in Australien, das sich zu einem Feuersturm entwickelte. Ich hoffe, dass zur Zeit nicht diese Bedingungen herrschen, trotz aller gegenwärtigen Dramatik vor Ort (hier, hier und hier). Ich fand diese fiktive Dokumentation damals sehenswert (Link). Die Serie heißt „Perfect Disaster – Wenn die Natur Amok läuft “ und ist eine von der BBC produzierte Dokumentationsserie, die jeweils ein Worst Case Szenario von Naturkatastrophen durchspielt. Es gibt neben „Feuersturm“, noch diese Folgen: „Super-Tornado“, „Solarsturm“, „Taifun“, „Tsunami“ und „Eissturm“. (Wikipedia)

Studie über Fehlalarme

November, 3 Uhr morgens, es ist kalt, es regnet und gerade in diesem Augenblick erinnert der Funkalarmempfänger daran, dass jemand Hilfe braucht. Routiniert rüstet sich der Feuerwehrangehörende aus, fährt zum Einsatzort und stellt dann – mal wieder – fest, dass es sich um einen „Fehlalarm“ handelt. Das Szenario kennen die meisten aktiven Feuerwehrangehörenden.

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Li-Ion-Batterien und anlagentechnischer Brandschutz

Wenn wir gerade bei Merkblättern sind, der VdS hat mit dem Merkblatt Nr. 3856 „Sprinklerschutz von Lithium-Batterien“ ein Dokument veröffentlicht, in der neben Begriffsbestimmungen auch der gegenwärtige Stand der Brandschutzforschung zu brennenden Lithium-Ionen-Batterien und Problemen beim Löschen skizziert ist. Obgleich momentan Wasser noch immer das geeignete Löschmittel für brennenden lithiumbasierte Batterien ist, stellt sich der anlagentechnische Brandschutz für entsprechende Lagerorte anspruchsvoller dar. Der VdS gibt allerdings Ratschläge, wie ein wirkungsvolles Schutzkonzept für einzelne oder mehrere Batterien aussehen könnte.

Löschen mit Wassernebel

Merkblatt des vfdb zu Wassernebel-Löschanlagen

Das Merkblatt des vfdb stellt das Wirkprinzip des Wassernebels sowie die unterschiedlichen Wassernebel-Technologien dar. Dabei Die gibt das Merkblatt einen Überblick über die Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen der Wassernebel-Löschanlage sowie die Abgrenzung zu anderen Löschtechniken.

Auch wenn Feuerwehrangehörende nicht zur originären Zielgruppe dieser Information gehört, bietet der vfdb eine interessante Information feil, die im Auslösefall für die eintreffende Feuerwehr wertvolle Hinweise bieten.

Blaulicht-Blogger (05): Ein bunter Mix aus Erlebnissen

5 + 1 Frage an das Blog Blaulichtauto

Authentisch, emotional und manchmal ein kleines bisschen unsicher, mit diesen drei Eigenschaften lassen sich die Beiträge im Blog Blaulichtauto beschreiben. Trotzdem schreibt L. sich ihre Erlebnisse von der Seele, fast so, als sei das Bloggen eine Therapie für sie. Die Beiträge geben einen ungeschmückten Einblick in ihre Arbeit im Rettungsdienst. Der Leser bemerkt schnell, weshalb L. Wert auf Ihre Anonymität legt.

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Brandschutzhelfer als wichtige Stütze

Rezension von Schütz‘ / Wiemanns Brandschutzhelfer

Buchcover Brandschutzhelfer
„Brandschutzhelfer“ von Wolfgang Schütz und Uwe Wiemann. Bild: FeuerTrutz Network

„Gut strukturierter vorbeugender organisatorischer Brandschutz (ist) ohne Brandschutzhelfer nicht vorstellbar“[1] schreiben die Autoren der Broschüre „Brandschutzhelfer Ausbildung und Aufgaben“ Wolfgang Schütz und Uwe Wiemann im Vorwort. Abseits der Fachöffentlichkeit ist der Brandschutzhelfer (noch immer) ein nahezu unbekanntes Wesen und viele Arbeitnehmer (aber auch Arbeitgeber) erfahren über diese Funktion erst im Rahmen zu erstellender Gefährdungsbeurteilung oder Brandschutzordnung.

Während manche andere Publikationen inhaltlich wenig über die DGUV Information zum Brandschutzhelfer[2] hinausgeht, nähern sich Schütz/Wiemann dem Thema intensiv und blicken über den Tellerrand und zeigen die Bedeutung und Aufgaben des Brandschutzhelfers auf.

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100 Jahre Technische Nothilfe

Der Deutschlandfunk berichtet aktuell über den 100. Jahrestag der Gründung der „Technischen Nothilfe“ (TN). Wer sich jetzt fragt, was dies für eine Organisation ist, das ist die Vorläuferorganisation des Technischen Hilfswerks (THW). Gegründet, heute vor 100 Jahren, war diese aus Freiwilligen bestehenden Organisation zunächst darauf ausgerichtet, während Streiks, von denen es in den frühen Jahren der Weimarer Republik so manche gab, die öffentliche Versorgung mit Gas, Wasser und Elektrizität sicherzustellen.

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