Vegetationsbrand

Je mehr Mensch, desto weniger Feuer

Vegetationsbrand

Vegetationsbrand. Bild: Gerald Vicker, U.S. Fish and Wildlife Service (Link)

Noch ein Nachtrag zum Thema Waldbrände (Abnormal ist das neue Normal; Einen Fuß immer im Schwarzen halten; @fire OSIRAS-Konzept; Waldbrandgefahr hat global zugenommen): Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der schwedischen Universität Lund sowie des amerikanischen National Center for Atmospheric Research in Colorado konnten nachweisen, dass der Einfluss der demografischen Entwicklung auf Feuer in Ökosystemen genauso stark wie der des Klimawandels ist. Einfach ausgedrückt: Je mehr Mensch, desto weniger Feuer. More

Einen Fuß immer im Schwarzen halten

Rezension von Vegetationsbrandbekämpfung aus der Reihe Einsatzpraxis Feuerwehr

Buchcover Cimolino et al "Vegetationsbrandbekämpfung"

Ist es im Sommer länger anhaltend trocken, steigt auch in unseren Breitengraden die Gefahr von Bränden auf Wiesen und in Wäldern. Auch wenn wir hierzulande nicht von den gigantischen Feuersbrünsten Nordamerikas oder Australiens betroffen sind, stellen Brände in der Vegetation die Feuerwehr vor Herausforderungen, die durch Fortbildung und Übung zu vermitteln und im Rahmen der Einsatzplanung zu beachten sind. Und mit einer Zunahme dieser Einsätze ist aufgrund der klimatischen Veränderungen zu rechnen – auch in den weniger warmen Jahreszeiten. More

Koexistenz mit dem Feuer

Zum Thema Vegetationsbrand bin ich auf einer englischsprachigen Seite auf einen recht interessanten Artikel mit Bezug auf eine Studie der University of California gestoßen, dessen Grundaussage ist, dass Vegetationsbrände rund um bestimmte amerikanische Wohngebiete nicht verhindert werden können, sondern die Menschen lernen müssen, mit dem Feuer zu koexistieren.

“But fire, unlike other natural hazards, is still widely considered an enemy to be defeated, rather than a fact of life that must be accepted.” (Newyorker.com)

Das Thema, so die Studie, wir grundsätzlich falsch angegangen, wenn man sich andere Naturkatastrophen anschaut.

“To reduce flood damage, we make floodplain maps. To reduce earthquake damage, we form earthquake commissions. When it comes to fire, we hand everything over to the firefighters.” (Newyorker.com)

Bisher, so die Studie weiter, würden die Ressourcen vollkommen falsch eingesetzt und bestehende rechtliche Werkezuge nicht benutzt. Insbesondere kritisieren die Feuerökologen, dass das Entfernen von Brennstoff, also abgestorbenen Bäumen etc, das Gegenteil von dem bewirkt, was erreicht werden soll.

“(…) fuels-reduction efforts may increase risks to life and property by encouraging development in fire-prone areas. […] Land-use regulations like those that govern floodplains, the authors say, could restrict development in the most dangerous areas, and building codes requiring fire-resistant materials could reduce damage to existing structures”. (Newyorker.com)

[Gizmodo | Newyorker.com | Nature.com]

Waldbrandgefahr hat global zugenommen

Vegetationsbrand

Vegetationsbrand. Bild: Bert Knottenbeld/flickr (CC BY-SA 2.0)

Die Aussage, dass es mehr Waldbrände geben wird, ist zwar in gewisser Hinsicht ein alter Hut – weil schon lange vermutet -, passt aber a) zur derzeitigen Wetterlage und b) zur eben erfolgten Veröffentlichung des Buches „Vegetationsbrandbekämpfung“ aus der Feder von Cimolino und Co. (Rezension und Verlosung des Buchs im Feuerwehr Weblog folgen!).

Wissenschaftler haben anhand der Wetterdaten von 1979 bis 2013 nachvollzogen, dass die Gefahr von Waldbränden tatsächlich zugenommen hat und sich die Dauer der Feuersaison um durchschnittlich 18 Prozent verlängert hat. Auch sind mehr Flächen betroffen. Die Aussagen gelten übrigens für alle Kontinente außer der Antarktis. [Scinexx.de]