Katastrophenschutz

100 Jahre Technische Nothilfe

Der Deutschlandfunk berichtet aktuell über den 100. Jahrestag der Gründung der „Technischen Nothilfe“ (TN). Wer sich jetzt fragt, was dies für eine Organisation ist, das ist die Vorläuferorganisation des Technischen Hilfswerks (THW). Gegründet, heute vor 100 Jahren, war diese aus Freiwilligen bestehenden Organisation zunächst darauf ausgerichtet, während Streiks, von denen es in den frühen Jahren der Weimarer Republik so manche gab, die öffentliche Versorgung mit Gas, Wasser und Elektrizität sicherzustellen.

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Seid gewarnt!

Momentan wird das Thema Warnsirene – mal wieder – diskutiert, u.a. hier und hier. Auch hier im Weblog ist ein Artikel schon überfällig (und übrigens unabhängig von der aktuelle Diskussion) seit Längerem geplant. Ich lasse meine Ideen nur noch etwas reifen. Dennoch möchte ich auf verschiedene Beiträge zu dem Thema aus 14 Jahren Feuerwehr Weblog/FWNetz hinweisen:

Optimierung der Warnung

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) untersucht in einem Projekt die Möglichkeiten zur Optimierung der Warnung der Bevölkerung in Deutschland. Dabei bezieht man nun nicht mehr nur noch die technische Seite ein, sondern will auch gezielt sozialwissenschaftliche Fragen und Problemstellungen untersuchen. Auf die Erkenntnisse dieser neuen, interdisziplinären Perspektive bin ich gespannt, denn Warnung hat eben nicht nur die Seite des technisch Machbaren und Möglichen, sondern hat auch viel mit Semantik, Sprache und Informationsgehalt zu tun, die wiederum auf die Technik zurückwirken. [Pressemitteilung BBK | ISF Bund-Länder-Projekt Warnung der Bevölkerung | Warnung der Bevölkerung]

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Heul Doch! Ein Weckruf

Ein Kolumne zum Thema Warnung

„Was bedeutet dieser Heulton?“,  fragte Mitte Oktober, also vor wenigen Tagen, ein Bewohner Ludwigshafens in den sozialen Medien, nachdem in der pfälzischen Industriestadt infolge einer Explosion auf dem Gelände eines Chemiewerkes Sirenensignale zu hören waren. Als Angehörige von Behörden mit Ordnungs- und Sicherungsfunktionen antworten wir im Reflex, „ist doch klar, das bedeutet dies und das“. Von sich selbst auf andere zu schließen ist in diesem Kontext etwas ambivalent, denn zum einen reden wir aus einer Expertenperspektive, zum anderen hat sich das gesellschaftliche Umfeld im Vergleich zu den Jahrzehnten davor verändert. Unlängst stellte sogar eine Untersuchung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe fest, dass die Bedeutung der Sirenensignale weitgehend unbekannt ist und man im Fall der Fälle auf sein Smartphone bzw. die Warnung durch die Nachbarn vertraut.

Unverzüglich beschwerten sich im oben genannten Fall die Anwohner der benachbarten Gemeinden über mangelnde Informationen und fehlender Warnung seitens der Behörden. Ohne darauf weiter eingehen zu wollen, bleibt festzustellen, dass sich die Feuerwehren dem Vorwurf ungenügender Information mittlerweile permanent ausgesetzt sehen – bis hin zur Vorhaltung, da solle etwas vertuscht werden. More

Der Veterinärzug

Eine Regieeinheit des ehemals Erweiterten Katastrophenschutzes

In der Badischen Zeitung (externer Link!) steht heute ein Artikel über den Veterinärzug des Katastrophenschutzes in Freiburg i. Br. Diese ehemalige Regieeinheit ist eine Art Überbleibsel des „Erweiterten Katastrophenschutzes“ (der mit Ende der Ost-West-Spannungen zu Beginn der 1990er Jahre aufgelöst wurde). Im Artikel geht es um die Aufgaben, die der Zug mittlerweile übernimmt. Einsätze sind gar nicht einmal selten.

Vor einiger Zeit hatte ich im Feuerwehr Weblog schon einmal darüber geschrieben, dass ich das Thema Veterinärzug auf meiner Artikelliste hatte. Über einen Blogbeitrag (externer Link!) in meinem privaten Blog bin ich allerdings nie hinausgekommen, auch wenn es unzählige vollgeschriebene Blatt Papier gibt.