Hochwasser

Respektvoller Umgang mit Naturereignissen

Rezension von Einsatz bei Extremwetterereignissen

„(D)er respektvolle Umgang mit Naturereignissen sollte … für jeden, im Speziellen aber für die Einsatzkraft, in eigenem Interesse selbstverständlich sein.“[i]Buchcover Einsatz bei Extremwetterereignissen

2018 und 2016 waren zwei Jahre, in denen extremes Wetter in weiten Teilen des Sommers herrschte. Während 2018 der Wärme kaum Niederschlag gegenübersteht und Löschflugzeuge das Sommerloch füllen, blieb 2016 vor allem durch die Bilder des Unwetters aus Braunsbach (BW) im Gedächtnis.[ii] Die Extreme werden zur Normalität und stellen erhöhte Anforderungen an die Einsatzvorbereitung der Feuerwehr. Extremwetterereignisse erfordern das angepasste Planen in Bezug auf Personal und das Koordinieren der knappen Einsatzressourcen. Das Buch „Einsatz bei Extremwetterereignissen“ aus der Reihe „Technik – Taktik – Einsatz“ versucht Einsatzplanern und Führungskräften ein gemeinsames Verständnis der Problemstellungen zu geben. Das Buch erklärt Extremwetterereignisse und deren mögliche Auswirkungen mit dem Fokus auf Einsatzplanung und -durchführung in der Gefahrenabwehr. More

Das Hochwasser und die Folgeideen

Die jüngste Hochwasserlage hat es – mal wieder – gezeigt: Ohne Manpower ist eine wirkungsvolle Abarbeitung der Einsätze und Bekämpfung der Folgen nicht machbar. Auch dieses Jahr kam es – mal wieder – zu Problemen hinsichtlich der Freistellung von Arbeitnehmern.

Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter der CDU und Präsident des Reservistenverbands, forderte in einem Interview mit dem Handelsblatt einen „Blaulichtbeauftragten in den Personalabteilungen der Unternehmen“. Dieser solle nicht nur Überblick über das ehrenamtliche Engagement haben, sondern auch Fehlzeiten der freigestellten Mitarbeiter koordinieren.

Eine gute Idee, aber ob ein Beauftragter allein die Probleme einer dienstleistungsorientierten Gesellschaft lösen kann, sei dahin gestellt. Immerhin gesteht Kiesewetter ebenfalls, dass es sich beim Thema Freistellung mehr um ein kulturelles Problem handelt. Es bleibt abzuwarten, was aus Kiesewetters Vorschlag bleibt.

[Von einer Verlinkung des Interviews im Handelsblatt muss ich aufgrund der gegenwärtigen Rechtslage leider absehen. Ihr findet das Interview vom 14.06.2013 aber mithilfe einer Suchmaschine.]