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Brandschutzhelfer als wichtige Stütze

Rezension von Schütz‘ / Wiemanns Brandschutzhelfer

Buchcover Brandschutzhelfer
„Brandschutzhelfer“ von Wolfgang Schütz und Uwe Wiemann. Bild: FeuerTrutz Network

„Gut strukturierter vorbeugender organisatorischer Brandschutz (ist) ohne Brandschutzhelfer nicht vorstellbar“[1] schreiben die Autoren der Broschüre „Brandschutzhelfer Ausbildung und Aufgaben“ Wolfgang Schütz und Uwe Wiemann im Vorwort. Abseits der Fachöffentlichkeit ist der Brandschutzhelfer (noch immer) ein nahezu unbekanntes Wesen und viele Arbeitnehmer (aber auch Arbeitgeber) erfahren über diese Funktion erst im Rahmen zu erstellender Gefährdungsbeurteilung oder Brandschutzordnung.

Während manche andere Publikationen inhaltlich wenig über die DGUV Information zum Brandschutzhelfer[2] hinausgeht, nähern sich Schütz/Wiemann dem Thema intensiv und blicken über den Tellerrand und zeigen die Bedeutung und Aufgaben des Brandschutzhelfers auf.

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Die Kosten des Helfens

Eine Kolumne von Stefan Cimander

Drei Feuerwehrleute vor einer Flammenwand
Feuerwehrleute bekämpfen einen Ölbrand

Was ist uns – gemeint ist die Gesellschaft als Ganzes – das Ehrenamt wert? Landauf, landab heißt es, ohne das Ehrenamt funktioniere die Gesellschaft nicht, zumindest so, wie wir sie kennen. Nun ist es ein leichtes zu fordern, sich zu engagieren, gerade von staatlicher Seite.

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Badische Bande

Die Geschichte der Wahlverwandtschaft von Mercedes-Benz und Metz

Jedes Feuerwehrfahrzeug besteht aus – einfach gehalten – zwei Komponenten: dem Chassis und dem Aufbau. Die Hersteller und Konstrukteure der beiden Komponenten lassen sich in Deutschland an einer Hand abzählen. Dennoch haben wir es mit einer großen Varianten- und Kombinationsvielfalt zu tun. Die Globalisierung und das EU-Recht führen zu einer immer bunteren Vielfalt. Das war nicht immer so.

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Ich lasse Dich nicht alleine

Eine Kolumne von Stefan Cimander

„Papa, was ist mit mir, wenn Du zur Feuerwehr musst?“, fragte mich die jüngere Tochter neulich abends mit leichter Panik, als ich mit ihr alleine zu Hause war und wir gerade ein Buch zusammen anschauten, bevor sie zu Bett ging. „Ich lasse Dich nicht alleine“ antwortete ich. Sie wiederholte ihre Frage, weil sie der festen Überzeugung war, dass ich gehen müsse, wenn der Funkmeldeempfänger seine Tonfolge abspielt. Immerhin hat sie in der Vergangenheit mitbekommen, dass ich beim Ertönen derselben schnell die Wohnung verlasse. Diesen Zusammenhang stellte sie für sich nicht her, sondern malte angsterfüllt das Bild an die Wand, sie sei plötzlich allein zu Hause. Nach mehrfachem Wiederholen meiner Aussage, dass ich, wenn ich mit ihr allein zu Hause bin, nicht weggehe, begnügte sie sich mit meiner Zusage.

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Blaulicht-Blogger (02): Das Blog als Tagebuch

5+1 Frage an Delia vom Blog „Ruhe im Sturm“

Der Name des Blogs ist Programm: Nachdenklich und teilnehmend schreibt Delia über ihre Tätigkeit im Rettungsdienst. Sie reflektiert und beschreibt Situationen so, dass der Leser das Gefühl hat, mitten drin zu sein – im Sturm. Zugleich zeigt sich aber das dicke Fell, das sich die Bloggerin in ihrem Job zulegte.

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„Tell the fire we are here“

Rezension von de Vries‘ Einsatz von Sonderrohren

Cover Buch Sonderrohr

Schon im Vorwort holt Holger de Vries zum Rundschlag aus, gut, abgeschwächt formuliert, hält er der deutschen Feuerwehrwelt den Spiegel vor und kritisiert einerseits die Feuerwehrangehörigen mit ihrem Wunsch, uncoole Technik lieber heute als morgen durch etwas Moderneres zu ersetzen, als auch Ausbildungseinrichtungen, die falsche Prioritäten setzen und Lehrmeinungen ungeprüft – und ungemessen – übernehmen.

Das Buch „Einsatz von Sonderrohren“ bezieht sich weniger auf den Einsatz des Sonderrohrs B, sondern betrachtet alle Löschgeräte, die nicht zu den täglichen Löschmittelabgabvorrichtungen gehören. Hierzu gliedert Holger de Vries das Buch in die Kapitel „LAV Schaum“, „Wasserwerfer, Monitore und Drehleiter-Wenderohre“, „Sonstige Sonderrohre“ und „LAV für Pulverlöschanlagen“.

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Unser Job: Jedi!

Feuerwehr im Einsatz

Schwarze Maske, schweres Schnaufen und dann dieser eine, ikonische Satz: „Ich bin Dein Vater, Luke!“ Schwarze Maske, schweres Schnaufen, schwitzende Gesichter und garantiert jede(r) Feuerwehrangehörende zitiert mindestens einmal in jedem Atemschutztraining diese Sternstunde der Popkulturgeschichte. Als bekennender Trekki fällt es mir natürlich sehr schwer, das niederzuschreiben und noch schwerer fällt es mir zuzugeben, diese Aussage selbst immer wieder auszusprechen – natürlich nur inkognito unter der schwarzen Maske. (Mr. Worf schaut schon ganz grimmig und schärft sein Bat’leth).

„Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis ..“

Weshalb dieser Vergleich? Nun, der 4. Mai ist „Star Wars Day“[1], ein inoffizieller Ehrentag, den man zum Gedenken an die Star Wars-Filme einführte. Vermutlich spielten Marketing und Merchandising eine nicht unwichtige Rolle beim Launch dieses Tages. Im Englischen klingt die Aussprache des Datums „May the 4th“ sehr dem wohl populärsten Satz aus dem Weltraummärchen: „May the force be with you“.

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Bingo der Ernüchterung

Eine Kolumne von Stefan Cimander

Zwei Feuerwehrleute bekämpfen einen Autobrand

„Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“ schimpfte Ranger im Film „Der Schuh des Manitu“, als er zusammen mit Abahachi an einen Marterpfahl der Schoschonen gefesselt, dort die Nacht verbringt. „Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“ offenbaren ebenso viele freiwillig der Feuerwehr angehörenden in Bezug auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

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