Panorama

Aktuelle Neuerungen G26.3

Wirksam zum Quartalsbeginn 2/2019

Der GUV (Gemeinschaftliche  Unfallverhütungs Verband) hat am Wochenende die aktuellen Änderungen und Neuerungen der G26.3 für Atemschutzgeräteträger veröffentlicht und das Rollout eingeleitet. Hintergrund ist insbesondere die steigende Anzahl an Krebserkrankungen und das Risiko für Feuerwehrangehörige durch ihre Einsatztätigkeit. In den Medien ist dieses Thema derzeit stark verbreitet (umgangssprachlich: „Feuerwehrkrebs“). Damit verbunden ist eine Unruhe der Diensttätigen und Unsicherheit im Einsatz. Um dem Sorge zu tragen, wurden nun die aktuellen Änderungen in den Katalog der G26.3 übernommen. Als Hintergrund muss erwähnt werden, dass die Vorgaben der Blutabnahme und Laborwerte nicht ausreichen, eine beginnende bösartige Grunderkrankung zu erkennen oder alleinige Blutabnahmen nicht den Charakter einer Vorsorgeuntersuchung übernehmen können. Auch wird gerade bei jungen Frauen auf das auch in den Medien immer häufiger erwähnte Risiko eines Mamma Karzinom (im Volksmund Brustkrebs) und bei den Männern Darm- und Prostata Krebs hingewiesen.

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Seid gewarnt!

Momentan wird das Thema Warnsirene – mal wieder – diskutiert, u.a. hier und hier. Auch hier im Weblog ist ein Artikel schon überfällig (und übrigens unabhängig von der aktuelle Diskussion) seit Längerem geplant. Ich lasse meine Ideen nur noch etwas reifen. Dennoch möchte ich auf verschiedene Beiträge zu dem Thema aus 14 Jahren Feuerwehr Weblog/FWNetz hinweisen:

Aufklärung über CO-Gefahren

Aktionswoche zum Schutz vor Kohlenstoffmonoxid

Bild: Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen

Es ist farblos. Es ist geruchslos. Es ist tödlich. Kohlenstoffmonoxid (CO) ist eine noch immer unterschätzte Gefahr, gerade im Haushalt. Besonders im Winter treten CO-Vergiftungen öfter auf. Häufige Unfallursachen stellen sowohl technische Defekte, mangelnde Wartung, verstopfte Abluftrohre von Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen als auch der unsachgemäße Gebrauch von Grills oder Heizpilzen in geschlossenen Räumen dar.

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Ein Gewitter auf Twitter

Eine Aktion zum Tag des Notrufs

Seit 10 Jahren ist der 11.2. der Tag des in ganz Europa gültigen Notrufs 112. Aus diesem Anlass wird es dieses Jahr einen bundesweit bislang einmaligen Social-Media-Tag geben, ein Twitter-Gewitter, an dem sich 41 Berufsfeuerwehren aus Deutschland aktiv beteiligen werden.

Von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr werden die Feuerwehren über ihren jeweiligen Twitter-Kanal aus ihrer Rettungsleitstelle heraus berichten. Der Notruf 112, der in ganz Europa kostenfrei den direkten Draht zur schnellen Hilfe im Notfall herstellt, steht im Mittelpunkt des Twitter-Gewitters.

Unter dem bundesweiten Hashtag #112live kann man am 11.2. das Einsatzgeschehen von den 41 teilnehmenden Berufsfeuerwehren verfolgen, unter dem lokalen Hashtag, z.B. #Hamburg112oder #München112 werden alle Meldungen (Tweets) der jeweiligen Feuerwehr an diesem Tag zusammengefasst.

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Ein Vulkan mitten in Deutschland

Forscher vermuten Aufstieg von Magma

Gemessene DLF-Erdbeben. Grafik: Hensch et al. 2018. (Link) (Siehe FN 7) CC by 4.0

Schlagzeilen wie „Forscher schlagen Alarm – Droht der Eifel eine Vulkan-Katastrophe?“[1] oder „Wird hundertprozentig ausbrechen“: Vulkan in Deutschland füllt sich mit Magma“[2] deuten darauf hin, dass die Eifel bei Weitem nicht so langweilig erscheint, wie anzunehmen ist. Ein Vulkan mitten in Deutschland? Ätna, Vesuv und all die anderen Feuerspucker sind doch weit weg und auf einmal soll ein Vulkan mitten in Deutschland kurz vor dem Ausbruch stehen? Ereilt uns also bald ein ähnliches Schicksal wie einst Pompeji?

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Außerirdischer Ausnahmezustand

20 Jahre Internationale Raumstation

International Space Station. Bild: NASA / Wikimedia Commons

International Space Station. Bild: NASA / Wikimedia Commons

20 Jahre sind für einen Menschen kein Alter, für ein Fahrzeug bei der Feuerwehr schon eher, obwohl Laufzeiten von 30 und mehr Jahren keine Seltenheit waren (und teilweise noch sind).

20 Jahre sind für eine Raumstation dagegen ein ordentliches Alter, zumal es durchaus angebracht ist, von einem permanenten Ausnahmezustand zu sprechen, wenn es um den Betrieb des menschlichen Außenpostens geht. Ruhepausen gibt es nicht. Die Gefahr, dass etwas passiert, ist ständig gegeben. Schließlich leben und arbeiten die „Außerirdischen“ unter extremsten Bedingungen. Technische Defekte, Mikrometeoriten oder Weltraumschrott, sie alle bedrohen das Leben der Wissenschaftler dort oben, 400 Kilometer über der Erde. Zu den Bedrohungen gehört auch der Aspekt Feuer, dem das Feuerwehr Weblog vor einiger Zeit mehrfach Aufmerksamkeit schenkte.

20 Jahre ohne größere Zwischenfälle. Allein das ist ein Grund zum Feiern. Happy Birthady liebe ISS. Auf die nächsten … Jahre.

Links im Feuerwehr Weblog

Emmissionsfrei, lautlos aber einsatzbereit

Inbetriebnahme des ersten automobilen Feuerlöschzuges der Welt fand am 19. Februar 1902 an der damaligen Feuerwache II in der Nordstadt von Hannover statt. Bild: Wikimedia Commons/Public Domain (Link)

Dieselfahrverbote, Stickoxide und CO2-Austoß dominieren die Nachrichten und den gesellschaftlichen Diskurs, denn die Gefahren, die von den Verbrennungsmotoren ausgeht, gelten für Mensch, Tier und Umwelt als zu hoch. Deshalb gilt den hybriden oder elektromobilen Antrieben die Zukunft.

Für den Individualverkehr ist das mit der entsprechenden Infrastruktur eine lösbare Aufgabe. Für die Feuerwehren, oder die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben allgemein, ist das Umstellen nicht einfach durchzuführen. Wichtige Erfahrungswerte fehlen außerdem. More

Den Letzten beißen die Hunde

Eine Kolumne von Stefan Cimander

Dunkelheit. Nacht. Ruhe. Schlaf. Plötzlich erwacht eine kleine, unscheinbare Lärmmaschine zum Leben, reist den freiwilligen Angehörigen der Feuerwehr aus seinen seligen Träumen. Ab jetzt läuft alles automatisch: Shirt und Hose an, Schuhe überziehen, der Griff ans Schlüsselbrett, Tür auf, Tür zu und ab in Richtung Feuerwehrhaus. Zu Fuß sprinten, auf dem Fahrrad rollen oder mit dem Auto fahren, das bevorzugte Fortbewegungsmittel richtet sich oftmals nach einem Kriterium: der Entfernung des Wohnortes zum Feuerwehrhaus. More

Offizieller Trailer für Fahrenheit 451

Nachdem der amerikanische TV-Sender HBO vergangenes Jahr bekannt gab, den dystopischen „Feuer(wehr)film“ Fahrenheit 451 neu zu verfilmen, das Feuerwehr Weblog berichtete hier und hier, gibt es nun den ersten offiziellen Trailer:

Regisseur Ramin Bahrani setzt die Geschichte um den Feuerwehrmann Guy Montag in Szene. Der Film basiert auf Ray Bradburys Klassikers Fahrenheit 451, in dem die Feuerwehr keine Brände mehr löscht, sondern mit Feuer Gefahren abwehrt, in dem sie Bücher verbrennt. Wobei im englischen Original nicht von der Feuerwehr, sondern von den „Fire Men“ die Rede ist – aber das ist eine Nebensächlichkeit. Im Feuerwehr Weblog gab es vor einiger Zeit eine Rezension des Klassikers: „Kerosin als Waffe des Konformismus“. Die letzte Verfilmung des Romans stammt von François Truffaut aus dem Jahr 1966.

Tech-Watch: Robo-FLB

Konzeptstudie eines autonomen Feuerlöschbootes der Firmen Kongsberg und Robert Allan Ltd. Bild: Kongsberg

Konzeptstudie eines autonomen Feuerlöschbootes der Firmen Kongsberg und Robert Allan Ltd. Bild: Kongsberg.

Der norwegische Marinespezialist Kongsberg und der kanadische Marineentwickler Robert Allan Ltd. haben das Konzept des autonomen, ferngesteuerten Feuerlöschboots RALamander für Häfen vorgestellt, dessen Ziel es ist Brände auf Schiffen ohne Risiko für hilfeleistende Menschen deutlich aggressiver bekämpfen zu können. Gesteuert wird das UAV von einer abgesetzten Befehlsstelle in sicherer Entfernung. Die erste Serie des Boots soll eine maximale Pumpenkapazität von 2.400m³/h – also 40.000 l/min – aufweisen, wahlweise auch mit Schaum, die aus drei Löschkanonen aufgebracht werden. Zusätzlich soll RALamander als Schlepper einsetzbar sein, um Schiff in sichere Entfernung schleppen zu können. [Kongsberg | Robert Allan Ltd. | welt.de]