Feuer

Hilfeleistungseinsatz in Raumfahrzeugen

Buchcover Hilfeleistungseinsatz in Raumfahrzeugen
Buchcover Hilfeleistungseinsatz in Raumfahrzeugen

Lange war es hier im Feuerwehr Weblog etwas ruhiger als sonst üblich. Das lag daran, dass ich ein Buch geschrieben habe, das ab heute zur Bestellung vorgemerkt werden kann. Das Buch trägt den Titel „Hilfeleistungseinsatz in Raumfahrzeugen“ und – der Titel sagt es ja schon – beschäftigt sich mit verschiedenen Not- und Unfällen in Raumfahrzeugen beginnend von der Vorbeugung über organisatorische Maßnahmen bis hin zu abwehrenden Tätigkeiten. Nachfolgen das Vorwort und weiter unten das Inhaltsverzeichnis zum Download.

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I’m a firestarter, twisted firestarter*

Das NASA-Brandexperiment SAFFIRE-IV

An Visionen über die Besiedlung des Sonnensystems mangelt es gewiss nicht.[1] Bis es so weit ist, gilt es eine Menge Grundlagenexperimente durchzuführen. Neben Fragen der Langzeitwirkung der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper, geht es dabei auch um konkrete technische Probleme, wie die Brandvermeidung, Brandentstehung und Brandbekämpfung.

International Space Station. Bild: NASA / Wikimedia Commons
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SAFFIRE-III: Pyromanen im Weltraum

Cygnus Raumfrachter. Bild: NASA

Cygnus Raumfrachter. Bild: NASA

Um der Chronistenpflicht nachzukommen: SAFFIRE-III ist am 4. Juni 2017 erfolgreich verlaufen. Anders als der Titel vermuten lässt, handelt es sich mitnichten um eine Kinoproduktion. Hinter dem Akronym SAFFIRE (Spacecraft Fire Experiment) verbergen sich drei Versuche, die Brände in der Mikrogravitation erforschen. Das Feuerwehr Weblog berichtete hierüber schon mehrfach (siehe die Links am Ende des Artikels).  Das letzte Experiment von drei bisher geplanten Experimenten ist nun an Bord eines von der ISS abgekoppelten Orbital ATK Cygnus-Frachters (OA-7) gezündet worden. More

SAFFIRE-II verlief erfolgreich

Brandversuche der NASA im Weltall – Teil II

Wie bereits Mitte Oktober geschrieben, führte die NASA am 21. November 2016 an Bord des unbemannten Raumfrachters Cygnus von Orbtial ATK mit SAFFIRE-II die zweite Versuchsreihe zur Entflammbarkeit und zum Brandverhalten in der Mikrogravitation durch.  Das Feuerwehr Weblog berichtete mehrfach über die Versuchsreihe (1, 2, 3, 4). Die NASA erklärte das Experiment zum Erfolg und veröffentlichte zwei Videos, die den Abbrand verschiedener Materialien zeigen. Das Team machte während der Brandversuche 100.000 Bilder (sic!). Diese und weitere Daten konnten bis zum 25. November heruntergeladen werden, bevor der Raumfrachter am 27. November in der Erdatmosphäre verglühte.

Eine Probe Acrylglasmaterial, das in den Raumfahrzeugfenstern verwendet wird, brennt an Bord des privaten Cygnus Frachtschiffs am 21. November 2016, während des Saffire-II Experiments der NASA. Bildquelle: NASA

Bildbeschreibung: Eine Probe Acrylglasmaterial, das in den Raumfahrzeugfenstern verwendet wird, brennt an Bord des privaten Cygnus Frachtschiffs am 21. November 2016, während des Saffire-II Experiments der NASA. Bildquelle: NASA

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Brandstiftung im All

Dsaffire_mission_logoas größte, jemals von Menschen im Erdorbit erzeugte Feuer, brannte in der Nacht auf Dienstag an Bord eines zur Erde zurückkehrenden Orbital ATK Cygnus Raumfrachters. Fahrlässigkeit war dabei jedoch keineswegs im Spiel, denn das Feuer wurde bewusst gelegt, und zwar handelte sich um das SAFFIRE-I Experiment. Der Versuch soll klären, wie Feststoffe in der Mikrogravitation (sehr geringe Gravitationswirkung der Erde auf Objekte im Erdorbit) brennen und wie sich der Brandverlauf entwickelt. More

Experiment: Epische Flammen

Klassisch und fast schon ein wenig episch: Man nehme einen großen leeren Krug – nein nicht den zum Trinken – Alkohol und Feuer. Wer in der GA im Abschnitte „Brennen und Löschen“ aufgepasst hat, weiß was passiert. Das Video zeigt aber etwas viel Beeindruckenderes: Die perfekte Flamme bahnt sich im Krug langsam den Weg nach unten und macht dabei herrlich Whooosch! Sehr schön zu sehen auch der Unterschied bei Verwendung unterschiedlicher Alkoholkonzentrationen.


[via Gizmodo]

Warum Flammen cool sind

Wir alle kennen die Unterrichtseinheit „Brennen und Löschen“ aus diversen Lehrgängen, angefangen von der Grundausbildung bis hin zu den Führungslehrgängen. Feuer ist eine exotherme Reaktion, die für uns grafisch als Verbrennungsdreieck aufbereitet wird, um Ansatzpunkte für verschiedene Löschmethoden, wie Verdrängen, Inhibieren oder Kühlen, aufzuzeigen. In den Lehrgängen – zumindest für die FF – wird selten tiefer auf die chemisch-physikalischen Zusammenhänge eingegangen. Auf einem amerikanischen Blog bin ich nun auf eine recht populärwissenschaftliche Erklärung für die Vorgänge in der Flamme selbst gestoßen. [SMD via io9]

Innenangriff: Spannendes Video

Philadelphia News, Weather and Sports from WTXF FOX 29

Über die „CBFT“ Gruppe auf Facebook auf dieses Video aufmerksam geworden. Ich find’s in vielerlei Hinsicht extrem interessant. In Kürze:

  • Über „Smoothbore“ (=glattes Rohr) mag man streiten (ich finde die gut), aber ich halte viel von sehr viel Wasser in kurzer Zeit mit großer Wurfweite
  • Man beobachte die Rauchentwicklung bei Eintreffen und bei den Löscharbeiten
  • Ich glaube nicht, dass oben viel zur Rauchgaszündung gefehlt hat
  • Überlegung: Evtl. ein wenig mehr Zeit von Außen nehmen, und einen Lüfter im Rücken – auf die Gefahr der Zündung im 1.OG, wäre aber abzuwägen
  • Das Feuer dürfte recht „frisch“ gewesen sein – es war kein großer Aufwand nötig, um Feuer Aus zu bekommen

Noch was?

[Link zum Artikel]

Sind wir zu langsam? Eure Meinung

Ein Thema, das mich schon länger beschäftigt, ist der Zeitfaktor beim Standardbrand. Und hierzu würde ich gerne Eure Meinung hören.

„Zeitfaktor beim Standardbrand“ sind drei Worte mit einer unglaublichen Komplexität. Definieren wir zunächst mal den „Standardbrand“: Feuer, Zimmerbrand mit Rauchentwicklung im 1. OG einer Wohnung, Mehrparteienhaus. Wohnung zur Strasse, Hydrant in 40m Entfernung.

Die Frage, die ich mir stelle: sind wir (wir: deutsches Feuerwehrsystem) zu ineffizient? Zu langsam?

An dieser Stelle möchte ich nicht ins Detail gehen, da mit dafür noch viele Infos fehlen. Aber: Wir brauchen eine Gruppe (2-3 für Leiter, 2/4 für PA, Maschinist, Gruppenführer) für den Initialangriff. Wir kommen an, müssen die Leitern entnehmen (kostet in der Anfangsphase den Maschinisten), einen Verteiler setzen, etc.

Nehmen wir die USA, GB oder Skandinavien. Leitern in Schulterhöhe verlastet, Schnellangriff (ob Buchten oder Hochdruck). 1 Mann Leitern, 2 Mann für den IA, einer als Backup. Rein, Wasser drauf, und gut ist. Das Feuerwehrwesen dieser Länder ist auf Schnelligkeit getrimmt, denn es kommt unter Umständen lange nichts nach. Wer Frankreich bzw. Paris kennt: v.A. wegen der Bausubstanz ist der Erstangriff manchmal sogar „trocken“.

Aber müsste man nicht pauschal immer schauen, dass man möglichst schnell angreift?

Wie gesagt, strikt auf das vorgestellte Szenario beschränkt. Wird’s komplizierter, weichen zumindest die Skandinavier und Briten davon ab und bauen etwas auf, was eher ans Deutsche System erinnert. Wir ziehen im Prinzip unabhängig der Lage das gleiche Schema durch.

Aber. Manchmal kommt es mir so vor: Ankunftszeit OK. Nachrückende Kräfte: sehr OK. Initialangriff: dauert manchmal eine Ewigkeit.

Meinungen?