Frühstücksfernsehen: Helmet Cam / Brennt Gebäude

Neun Minuten lang, einige interessante Aspekte. Hier der Kommentar von der Seitenlinie:

  • Gebäude steht schön allein: Ausbreitung (fast) nicht möglich
  • Keine Ahnung ob die Anfahrt so gewollt war, aber eine Umrundung ist zur Erkundung nicht schlecht
  • Preconnects (0:43), also Angriffsleitungen in Buchten, haben ihre Vorteile
  • So bei 1:30: Rauch wird schön reingezogen, aber Sicht = Null. Starke Ventilation (auf Anfahrt offenes Feuer Rückseite)
  • 2:05: geht mit einer Norm-Feuerwehraxt nicht. Spalthammer besser, am idealsten natürlich so etwas wie die TopCut
  • 3:10: Falsches Werkzeug, aber mit Grips haut das hin (tolle Einbruchssicherung?)
  • 04:52: Verschiedene Arten von Rauch (Farbe, Geschwindigkeit, Druck, Verwirbelung)
  • …und dann gib ihm…
  • …nicht ganz, am Ende geht’s noch zu einem anderen Feuer. Das ist logistisch interessant

Gefunden bei Statter911

FDIC 2012

Noch ein wenig mehr als drei Wochen, und die 2012er FDIC in Indianapolis geht los. Mit Ausnahme der 2010er war ich jedes Jahr dort. Da ich für ein US-Unternehmen arbeite, ist Anwesenheit natürlich Pflicht. Eigentlich ist es so, dass man bei der Terminplanung (immer ein Jahr im Voraus) sich gar überhaupt nicht freut, immerhin ist man eine Woche weg und die Reiserei kann auch mal überhand nehmen.

Doch nun kehrt die Vorfreude ganz deutlich ein, und vielleicht lohnen sich ein Paar Gedanken, warum dem überhaupt so ist. Beispielsweise kommt – was die Vorfreude angeht – keine deutsche Messe heran, dies sind dann tatsächlich eher Arbeitstermine.

Vielleicht hat der eine oder andere hier der Fire Engineering 2006 in Köln beigewohnt (Bilderstrecke): Die Veranstaltung bestand einerseits aus Ausstellung, andererseits aus Ausbildung. Der Tag im Gelände bleibt unvergesslich, auch der Gang in den Container – immerhin 2006 – hat auch bleibende Eindrücke hinterlassen.

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Feuerwehrhaus hier? Nein Danke!!!

Hier soll das Feuerwehrhaus gebaut werden. Keine Berücksichtigung der Anwohner.

Hier soll das Feuerwehrhaus gebaut werden. Keine Berücksichtigung der Anwohner.

Kaiserslautern-Erlenbach (rp), (hl). Seit einigen Jahren warten die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Erlenbach auf ein neues Feuerwehrhaus. Das derzeitige Gebäude wurde 1962 gebaut und wurde zuletzt 1986 saniert.

Während den letzten Wochen wurden die Pläne konkreter. Aus Kostengründen soll der Neubau auf einem stadteigenen Grundstück in der Ortsmitte entstehen. Die ersten Anwohner gehen nun auf die Barrikaden, da das Gebäude zwischen ihren Häusern errichtet werden soll. Sie fürchten einen Schattenwurf, der neben den Gärten auch eine private Solaranlage beeinträchtigen könnte.

Der Streit hat vermutlich erst richtig angefangen und wird den ersten Spatenstich weiter verzögern.

Links

Home Made: Werkzeugbrett THL

Idee und Konzeption: Hans Stefan Meier, FF Schongau (danke für gestern, übrigens!). Das ist ein Werkzeughalter, hergestellt aus einer Siebdruckplatte. Das Ganze als Einschub zum herausziehen im 61er (für Nichtbayern: RW). Ablage normalerweise auf der Haube eines verunfallten PKW, oder an einem anderen Ort nahe am „Arbeitsplatz“.

Ich vermute, jede Feuerwehr würde das individuell zusammenstellen (wollen), aber unterm Strich eine Klasse Idee um das Werkzeug gebündelt und verfügbar zu halten. Ganz grosse Klasse ist die Reihenfolge der Pole an der Batterie.

Home Made bisher:

Zusammen

Der zweite Turm ist eingestürzt. Die Besatzung von Ladder 16 hat einen Linienbus gekapert und ist auf dem Weg vom Bereitstellungsraum in das Schadensgebiet. In die drückende Stelle sagt der Lieutenant folgenden Satz:

„Wir werden heute Dinge sehen, die man nicht sehen sollte, wir werden dahin gehen, wo man nicht sein sollte – aber: Wir werden das zusammen tun. Wir werden zusammen sein und wir werden alle zusammen nach Hause gehen.“

Dies fiel mir sofort ein als ich den Bericht über die ersteintreffenden Sanitäter des Busunglücks in der Schweiz gelesen habe. Ein Bus voll toter, sterbender und verletzter Kinder – auf meiner persönlichen Rangliste möglichst beschissener Einsätze wohl ein, wenn nicht der Spitzenplatz.

Viele von uns haben das Erlebnis leider schon in der einen oder anderen Form durchgemacht: Metall, Kunststoffsplitter, Geruch nach Öl und Kühlflüssigkeit, ein Mensch – oder eben schlimmer: Kind – mit Verletzungen. Lärm und Geschrei, Stille und Gewimmer zwischendurch. Und man selber findet sich plötzlich neben diesem Menschen, hält seine Hand und kann ihn nur trösten, bis er  – meistens recht schnell – befreit wird, ab in den RTW/RTH und flap, flap, schnell weg in Krankenhaus. Und am nächsten Tag vorsichtig erkundigen, was denn daraus geworden ist.

Doch ab und zu geht das eben nicht: Langwierige Einklemmungen bei Zugunfällen, Gebäudeeinstürzen oder eben Unfällen wie diesen. Dann muss dabei bleiben und kann nur mit einem Händedruck und seiner Stimme helfen, während andere schneiden, spreizen, flexen und fluchen. Viele können, wollen das nicht. Ich ehrlicherweise auch nicht. Und schon gar nicht bei Kindern.

Doch es dann eben nicht um das Können und Wollen, sondern um das Müssen. Du hast du den ersten Kontakt hergestellt und damit bist du einen Bund eingegangen und hast eine Verantwortung übernommen: Ich bin bei dir, egal was passiert, wir machen es zusammen. Es ist schwierig, Tipps zu geben, was man dann sagen und machen soll, aber eines ist sicher: Ihr helft diesem Menschen. Und selbst wenn dieser Mensch sterben  sollte, dann wart ihr die letzte Stimme, die letzte Berührung, die letzte Wärme die der Andere gespürt hat. Und ich bin mir sicher, dass dies auf jeden Fall besser ist, wie ohne diese Stimme und ohne diese Handdruck zu sterben – alleine mit Schmerzen und Angst.

Und daher möchte ich mich bei den Schweizer Kollegen und eigentlich bei jedem anderen von euch bedanken, die sich mit solchen Situationen auseinandersetzen mussten. Ihr habt das richtigste, das menschlichste Verhalten gezeigt, was überhaupt möglich ist: Ihr wart da, ihr wart zusammen. Ihr habt damit auch gegenüber euch selbst, der Öffentlichkeit und insbesondere der Gemeinschaft derjenigen, die ebenfalls anderen ehren- oder hauptamtlich helfen eine besondere, wenn nicht gar die höchste Ehre erwiesen.

Um auf den Lieutenant von L16 zurückzukommen: Ihr seid nicht allein. Wir fühlen,  und leiden mit euch. Zusammen.

[Edit Irakli: „Die Schreie der Kinder verfolgten uns“ auf 20min.ch]

Gute Führungskraft? Checkliste

Führung ist so ein komplexes Thema mit unheimlich vielen Facetten. Das Fundament beruht auf Respekt, das hatte ich hier in einem Artikel aus 2008 beschrieben. Im PsyBlog ist eine Checkliste mit 4+2 Kriterien nachzulesen, anhand derer man die Qualität der Führung auch quantitativ definieren kann (frei übersetzt)

  1. Entscheidungsfreudigkeit: Entscheidungen treffen, und zu diesen stehen
  2. Kompetenz: nur wenn man mit gutem Beispiel voran geht, wird man akzeptiert: auf Wissen und Können kommt es an
  3. Integrität: Vertrauenswürdigkeit ist Grundlage für Respekt
  4. Vision: Den Pfad in die Zukunft klar sehen und kommunizieren

sowie:

  • Bescheidenheit
  • Hartnäckigkeit

Unterm Strich ein gutes und effektives Werkzeug, um als Führungskraft herauszufinden, wo man steht. Zu wünschen ist eine Kultur, in der so etwas offen gehandhabt wird – leider, denke ich, ist das in den wenigsten Fällen so – aber das ist eine andere Diskussion.

Neues aus Hessen

(cl). Es gibt seit 2004 in Hessen auf dem Privatsender rhein-main-TV die Sendung Feuerwehr-TV. Diese wird jeden Sonntag Abend um 19.00 Uhr ausgestrahlt. Immer am Ende des Monats gibt es eine neue Sendung mit aktuellen Themen. Seit 2012 hat Feuerwehr-TV auch einen Youtube-Channel, auf dem man sich die Sendungen anschauen kann.

Von Anfang an an der Sendung beteiligt ist die Unfallkasse Hessen (UKH), die Ihre spezielle Feuerwehrwebseite http://www.feuerwehrportal-hessen.de/ jetzt auch für Smartphones optimiert hat.

Rauchmelderpflicht – Noch vier Monate!

Rauchmelderpflicht – Noch vier Monate!

(hl). In vier Monaten müssen alle Wohnungen in Rheinland-Pfalz (RP) mit Rauchmeldern ausgestattet sein, da im Juli 2012 eine fünfjährige Übergangsfrist endet. Ich habe dazu folgende Ideen:

  1. Die kommende Rauchmelderpflicht am 13. April (Rauchmeldertag) im Rahmen der eigenen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aufgreifen.
  2. Beim Landesfeuerwehrverband (LFV) nachfragen, ob eine landesweite Medieninformation oder -aktion zur Rauchmelderpflicht geplant ist. Diese könnte von den örtlichen Wehren unterstützt werden, um die Aufmerksamkeit vor Ort zu erhöhen.

Da zum einen in rund einem Monat der Rauchmeldertag ansteht und zum anderen in rund vier Monaten die Rauchmelderpflicht besteht will ich beim LFV nachfragen. Was meint ihr dazu?

Brandleiche basteln?

Aus einem Halloween-Skelett, PU-Schaum und etwas Farbe bastelt man bei „My haunted house“ eine Brandleiche.

Neben einigen unschönen Erinnerungen drängt sich mir die Frage auf: Kann bzw. darf man so was in der Feuerwehrausbildung einsetzen? Als zusätzlicher  Stressfaktor bei der Atemschutzausbildung oder Aufhänger für das Thema belastende Einsätze vielleicht nicht zu verachten.

Mir kommen die paar Kilo Kunststoff trotzdem wie Leichenfledderei light vor.

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