Mitführsel

Jederzeit bereit?

Uli: hier meine Tasche mit Beatmungstuch u Einmalhandschuhen

 

Joe

 

Flax: Hier geöffnet das Ü-Ei Behältnis mit einem Paar Einmalhandschuhe

 

Akku: 2 paar Handschuhe mit und ohne Filmdose und Beatmungsfilter


(Danke für die Einsendungen)

Externe dazuholen?

Als Anlass zu diesem Gedankengang folgende Meldung von Atemschutzunfaelle.eu: unweit von hier, genau genommen bei der Feuerwehr Ottobrunn, wurden die Führungskräfte zu den Themen „Anleiterbereitschaft“ und „Taktische Ventilation“ unterwiesen. Natürlich eine klasse Sache, von der man nur profitieren kann – jetzt obliegt es der Feuerwehr, das Gelernte zu verinnerlichen, aber da mache ich mir bei den Ottobrunnern keine Sorge.

Worum es hier eigentlich geht: das Dazuholen von Externen: das ist nämlich immer so eine Sache, die nicht immer selbstverständlich ist. Im Laufe der letzten Jahre bin ich auch oft mit der Thematik konfrontiert worden, bei mir natürlich aus der THL in Sonderlagen, kann man aber verallgemeinern.

Ganz grob kann man das Verhältnis einer Wehr zu externer Ausbildung in drei Kategorien im Umgang mit Lehrstoff einteilen:

  • Man macht alles selbst, nimmt dann höchstens ausschliesslich die offiziellen Angebote im Kreis und den Feuerwehrschulen wahr
  • Man fährt zu einer Ausbildungseinrichtung
  • Man holt sich die Ausbildung ins Haus More

Vom Durchzukommen Wollen (Einstellung zur Sache)

Dieses Video ist klasse. Nicht unbedingt nur weil man sieht wie mit vernünftigen Tools eine fiese Tür ohne Überlappung mit dem Rahmen zu bezwingen ist. Was mir richtig angetan hat ist der Wille, durch diese böse Tür zu kommen, die mir den Weg zur Rettung Eingeschlossener versperrt. Man siehe sich die Körpersprache an, und zimperlich ist der Kollege nicht gerade.

Diese Grundeinstellung trennt in vielerlei Hinsicht die Spreu vom Weizen. Es gibt solche, die müssen zu Allem gezwungen werden, bis dahin sie zu bitten, doch bitteschön den Schlauch auszurollen. Und dann eben die „pack ma’s“ Fraktion, mit der man was anfangen kann.

Ein Aspekt noch: mit viel Kraft zielsicher etwas zu treffen, kann man antrainieren – hat auch etwas mit Selbstvertrauen zu tun. Besonders offenkundig wird das beim Einschlagen von Heringen bzw Erdnägeln – die einen picken, die anderen rammen.

 

Jeder kommt wieder heim!

Ich möchte mich als „Neuer“ mit einem der  bemerkenswertesten Videos melden ,das ich in den letzten Monaten gesehen habe. Bemerkenswert deswegen, weil hier nicht Unfälle von Dritten vorgestellt und analysiert werden, sondern weil hier die Betroffenen in klaren, eindringlichen Worten schildern, welche Fehler sie begangen haben bzw. was zu den Unfällen geführt hat. Eine Klarheit und Direktheit, die ich in D seit dem Unfall von BM Stampe und dem folgenden Bericht nicht mehr gesehen habe. Leider.

Uppsala, Schweden: Übung Innenangriff in BSA

Den wollte ich schon länger nachreichen: eine von Jimmy (Heavy Rescue Sweden) kommentierte Übung der Feuerwehr in Uppsala. Zu sehen das erst eintreffende HLF mit 1/4. Ein Zweiertrupp in den Innenangriff, dazu ein Safety mit eigener Leitung. Beide Leitungen 90m, 40bar (glaube ich). Da Übung, geht man das Ganze sehr entspannt an. Das System ist auf jeden Fall auf Geschwindigkeit aufgebaut.

Das Übungsgelände ist in dieser Form an vielen Orten in Schweden zu finden – wenn auch alles dünn gesät ist, die Möglichkeiten sind wirklich klasse, die Qualität der Aus- und Fortbildung sehr hoch.

Distanzmarker an HD-Leitung

Polemische Kommentare zu Hochdruck und formfest im Innenangriff werden gelöscht oder gar nicht erst zugelassen.

UKRO 2011

Der Vorteil eines auf höherer Ebene organisierten Feuerwehrwesens: Veranstaltungen wie die UKRO Challenge, letztes Jahr in London abgehalten. Die Teams aus den verschiedenen Fire Services messen sich nicht nur bei THL VU, sondern auch Trauma, Rope (Höhen- und Tiefenrettung) sowie USAR. Ich weise voreingenommenermassen auf USAR ab 02:48, aber insgesamt sehenswert und vor allem auch hierzulande wünschenswert.

DFV-Veranstaltungen 2012

Berlin (hl). Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) veröffentlichte in dieser Woche seine diesjähigen Veranstaltungen. Meiner Meinung nach sind davon zwei Termine interessant:

Quelle: DFV-Presseinformation vom 27. Januar 2012

P.S. Am 11. Februar ist übrigens wieder der Europäische Tag des Notrufs 112.

DK: (G)TLF für nicht viel Geld

In Dänemark ist das Hydrantennetz vielerorts kaum mit dem unseren vergleichbar, und ausserhalb von Ortschaften trifft man ab und an auf eine einsame und verlassene Wasserentnahmestelle mit 1B-Abgang. So ist es Gang und Gäbe, dass auf Wachen ein oder zwei TLF vorgehalten werden.

Vom Taktischen her ist das aber etwas völlig anderes als Beispielsweise unser 24/50 bzw 4000. Es sind echte „Wasserkühe“, nichts anderes als ein Tank – oftmals früher als Öltanker unterwegs – auf einem Serienfahrgestell sowie einer eingeschobenen TS. Die Fahrzeuge stehen zu 2/3 befüllt auf Wache, Stichwort Standschäden bei Vollast, und pendeln dann bei Bedarf hin und her. Typische Tanker fassen zwischen 8000 und 12000 Liter.

Oben zu sehen ein solches Tankfahrzeug, gesehen bei der letztjährigen jährlichen FKB (Foreningen af kommunale Beredskabschefer) i Odense. Es handelt sich um ein gebrauchtes Fahrgestell mit wiederverwendetem Tank. Lediglich die eingeschobene TS ist neu. Kostenpunkt habe ich leider vergessen, aber im Vergleich einem neuen TLF4000 eher zu vernachlässigen.

Eine Bilderstrecke mit Fahrzeugen der letztjährigen Messe ist hier bei Flickr zu sehen.

Übrigens: wie sehr sich das nordische Feuerwehrsystem sich von unserem unterscheidet: Falck Randers deckt ca 90.000 Einwohner ab. Erster Abmarsch (H)LF mit 1/3 sofort, dann nach 5 Minuten 1/1 wahlweise DLK oder GTLF plus bei Bedarf SW mit 1/1.