Ein Unimog auf Abwegen (II)

Die Lücke schliesst sich. Nach Hinweisen von Christian sowie Christoph auf diese Seite bei Jürgen Schwartz Feuerwehrtechnik wissen wir nun, wie das Ding nach Kanada gekommen ist. Hintergrund ist ein Gespräch mit Jürgen Schwartz, der auch freundlicherweise das Bild oben zur Verfügung gestellt hat.

Schwartz kaufte den Unimog von der Feuerwehr Lage. Der jetzige Besitzer, ein Kanadier auf Touren mit der Familie, wollte ein „Upgrade“ des nunmehr zu klein gewordenen Mercedes G – den Unimog machte er im Internet ausfindig.

Laut Schwarz war der Export nicht ganz ohne, einerseits Papierkram, andererseits technisch: beispielsweise mussten die Trittbretter abgeflext werden und wurden drüben wieder montiert. Zusammen mit dem Unimog wurde auch ein ehemaliger BW-Anhänger verschifft.

Der Unimog ist wohl einer von zweien, die zusammen nach Kanada gingen. Dieser eben nach Vancouver, der andere eher im Osten.

Jetzt fehlen nur noch Infos von der FF Lage, sowie vom aktuellen Besitzer. Sind dran.

Bisher:

Schweres Gerät

(cl). Wie auch in anderen Gegenden rund ums Mittelmeer hat es Mitte Februar auf der französischen Insel Korsika geschneit. Im Verwaltungsbereich Haute-Corse sogar nicht zu knapp.  Um die eingeschlossenen Menschen und Tiere in eigentlich unzugänglichen Gebieten zu versorgen setzten die Sapeurs Pompier Haute-Corse (SDIS2B) eine Einheit ein, die eigentlich für die Waldbrandbekämpfung angeschafft wurde.

Ein ausgedienter M113-Transport-Panzer wurde entmilitarisiert, rot lackiert und mit allerlei feuerwehrtechnischem Gerät bestückt. Hier findet man eine (französische) Beschreibung der Projekts MINCA inklusive Video.

Modding: TopCut

Nach dem SPF Hooligan ist nun die TopCut-Axt dran. Diese hat einen recht langen Glasfaser-Stiel, eignet sich somit gut um das Tape anzubringen. Letzteres übrigens in einem Schwedischen Sport-Shop geholt, dieses deutlich besser sortiert als zuhause. Deshalb nicht nur das schwarze Band genommen, sondern ein sehr grobmaschiges, blaues Band. Hier nun das Resulat: More

Home Made: Armaturenbrett-Wegdrücker

Insofern man die eigene Arbeitszeit aus der wirtschaftlichen Berechnung weglässt, und das Ganze als sinnvolles Projekt angeht, lassen sich einige Dinge in Eigenregie machen. Ein Beispiel ist der Armaturenbrett-Wegdrücker, gefunden bei der FF Busdorf (sh).

Aufnahme Prismakopf Zylinder

Nunmehr die zweite, verbesserte Version (der erste war nicht zur Hand), kann man übrigens eine Ähnlichkeit zu der Weberschen Armatur nicht absprechen. Wenn man genau hinsieht, gibt es sehr wohl Unterschiede, allem voran das Kreuzprofil als Ansatzpunkt für den Zylinder-Prismakopf, auch sind es mehr Zacken. Maße sind 40x15cm, das Stahlblech hat eine Dicke von 6mm.

Aus den Erfahrungen mit diesem Drücker ist schon die nächste Version in Planung, die wohl eher entgegenlaufende Sägezähne statt Pyramiden haben wird. Man darf gespannt sein.

Was mir vor Allem an Weiterentwicklungen durch Feuerwehren gefällt ist die Tatsache, dass man sich intensiv mit einem bestimmten Thema beschäftigt, für mich ein Zeichen von institutioneller Progressivität.

Eine kleine Bilderstrecke ist hier zu sehen.

Danke, Timo!

Improvisierte Seilrücklaufsperre

Gardaschlinge - Schritt 1

Schritt 1 - Seil einlegen

Schamlos bei der Bergwacht abgekupfert: Aus zwei Karabinern wird im Handumdrehen eine erstklassige Seilrücklaufsperre. Von der einen Seite kann man das Seil durchziehen, auf der anderen Seite bewegt es sich auf Zug keinen Millimeter. Das Ganze nennt sich dann Gardaschlinge.

Einfach zwei gleich große Karabiner nebeneinander an einem  Festpunkt anschlagen und das Seil von oben einklinken. Das Zugende auf der Lasteseite von außen nochmal in den Karabiner einklinken, Karabiner ggf. zuschrauben, fertig.

An die Lastseite kann man sich bequem dranhängen (auch bei Nässe?). Denke, Euch fallen dazu genau wie mir einige Anwendungsgebiete ein, wo die Schlinge nützlich sein kann. Kommt jedenfalls definitiv in mein Repertoire.

Gardaschlinge - Schritt 2

Schritt 2 - Loses Ende nochmals einlegen

 

Gardaschlinge - Schritt 3

Schritt 3 - Überprüfen

 Gardaschlinge bei Wikipedia

Der und sonst keiner

Gestatten, The Pumpkin.

Eigentlich ist dies ein Test, unterwegs mit einem iPad arbeiten zu können. Geht, ist aber ein wenig mühsam.

Zum Bild: The Pumpkin – Der Kürbis – ist mein Firmen-Mini-Heavy-Rescue. Nunmehr seit 2 1/2 Jahren unterwegs, teile ich mit vielen Hersteller bzw. Händlergenossen das gleiche Problem: welches Gefährt ist denn das richtige?

Die Softwaremenschen dürften ganz andere Sorgen haben. Uns Hardwaremenschen geht es um Zuladung, Geschwindigkeit, Komfort und Mobilität. Die nächsten Monate steht ein Generationenwechsel an, der Leasingvertrag läuft aus. Die Gedanken zum Nachfolger bzw zu Alternativen offen in alle Richtungen.

Das Bild oben beantwortet alle Fragen. Kein Hochdach, kein langer Radstand, man passt in jede Tiefgarage, die unterwegs nunmal zum Hotel gehört. Und der T5 ist völlig alternativlos, insbesondere (dann) mit Allrad und Gasfederung.

Pumpkin? Andere Geschichte.

Küchenbrand im Zwergenland

Ein schöner Brückenschlag ins Feuerwehr-Weblog v1: Die dortigen Artikel über Flashover-Boxen dürften nicht unerheblich zu deren Verbreitung beigetragen haben. Fast pünktlich zur Version 2 des Weblogs hier ein kleiner Nachtrag zum Thema.

Die kleinen Boxen eignen sich auch wunderbar, um ohne großen Aufwand eine Fettexplosion vorzuführen. Keine riesigen Sicherheitsabstände, keine Rauchschwaden, keine langen Vorheizzeiten.

Eine leere Konservendose Mais, eine leere Konservendose Tomatenmark, ein Alubecher von einem Teelicht und zwei lange Schrauben reichen bereits, um die Box mit einer “Fritteuse” auszustatten. Der mit Spiritus gefüllte Alubecher heizt dabei eine geringe Menge Sonnenblumenöl, der “Vollstrahl” einer Blumenspritze sorgt für den Rest. Mit etwas handwerklichem Geschick und dem richtigen Werkzeug geht das natürlich bestimmt auch schöner.

Im Video ist es übrigens eine Stahlbox, mit etwas Vorsicht sollte sich das Ganze aber auch in einer Holzbox mehrmals vorführen lassen. Ach ja: Das nächste Mal halte ich die Kamera auch gerade. Versprochen.

Rot oder Blau!

Kurz nach dem Lesen von Null Risiko? (Great find!) tauchte dieses Foto in meinem Facebook auf. Und es ist soooo feuerwehrtypisch.

Wenn man mal beides gedanklich abgleicht, komme ich auf ein paar persönliche Thesen

  1. Wir müssen uns auf unseren wesentlichen Auftrag konzentrieren und diesen auch wirklich gut machen – daraf verläßt sich die Öffentlichkeit. Zurecht.
  2. Wir müssen unsere Ausrüstung und unsere Ausbildung einfach und sicher machen, ohne dabei den Einzelnen zu überfordern.
  3. Es wird trotzdem immer Situationen geben, in denen wir Improvisieren müssen, in denen das Erlernte und das Vorgegebene einfach nur Basis, aber eben nicht Grenze für unser Handeln ist.
  4. Es wird bei der Feuerwehr aber auch immer Unfälle geben, mal einfach aus Dummheit Einzelner, mal aus einer kritischen Gesamtsituation heraus. Als Ergebnis dieser Unfälle immer und zwangsläufig die Vorgaben und Restriktionen zu erhöhen, wäre falsch.
  5.  Aus meiner Beobachung heraus wird –  gerade bei tödlichen Unfällen- immer der Fehler eher im technischen Bereich gesucht, anstatt zu sagen: Der Betroffene hat sich leider nicht an grundlegende Verhaltensweisen gehalten. Daraus resultiert dann aber wiederum ein Verschärfung der technsichen Vorschriften, anstatt bei der wahren Unfallursache anzusetzen: Fehlende oder nicht angewandte Basics.