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April, April

Das der unten stehende Artikel ein Aprilscherz war, ist ja schnell aufgefallen.

Aber was wäre, wenn eine solche oder ähnliche Ausbildungsvorschrift wirklich kommen würde? Oder der Fitnesstest?

Man nehme an, die Einführung sei mit einer Übergangszeit von x Monaten angedacht. Wieviele würden anfangen, sich ernsthaft um Ihre Fitness zu kümmern? Würde die Übungsbeteiligung steigen? Oder verschreckt man die noch übrig gebliebenen Kameraden?

Als Denkanstoß.

Strengere Ausbildungsvorschrift sichert Einsatzfähigkeit deutscher Feuerwehren – Qualität statt Quantität.

Berlin. Nach neuen Plänen des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) soll die Leistungsfähigkeit deutscher Feuerwehren deutlich gesteigert werden. In Zeiten von Personalmangel und sinkenden Mitgliederzahlen gerade bei freiwilligen Feuerwehr sollen zukünftig der körperlichen Fitness sowie dem Ausbildungsstand einer jeden Einsatzkraft deutlich mehr Gewicht beigemessen werden. Um dies durchzusetzen hat der DFV ein Papier unter dem Namen “Quality us“ entworfen, dass nun durch die einzelnen Bundesländer in Gesetze überführt werden soll. Die Innenministerien der Bundesländer haben schon ihre Zustimmung signalisiert und wollen das Papier ohne Änderungen übernehmen.

Der Plan sieht vor, dass zukünftig für jede Einsatzkraft ist ein Ausbildungsnachweis zu führen ist, in dem geleisteten Ausbildungsthemen und -stunden aufgelistet werden. (vgl. Atemschutznachweis). Leistet ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau innerhalb eines Jahres nicht die geforderten Ausbildungsstunden (zu definierten Themen), müssen fehlende Ausbildungeinheiten vor Wiederaufnahme des Einsatzdienstes nachgeholt werden.

Ähnlich ist es bei der Fitness der Feuerwehrleute. Geplant ist, dass jeder Feuerwehrmann einmal jährlich einen Basis-Fitness-Test nach Vorbild der Bundeswehr durchlaufen muss. Einsatzkräfte, die diesen Test nicht bestehen, dürfen zu ihrer eigenen Sicherheit bis zum positiven Bestehen nicht weiter am Einsatzbetrieb teilnehmen.

Als Sofortmaßnahme sollen außerdem im Dienstbetrieb regelmäßig Eigengewichtsübungen wie Liegestütze oder Klimmzüge durchgeführt werden. Da diese keine Fitnessgeräte benötigen, kann damit flächendeckend schnell die Einsatzfähigkeit deutlich gesteigert werden. Anfangs gelten als Mindestbedingungen für die Einsatzfähigkeit 30 Liegestütze, 10 Dips sowie 30 Bauchpressen. Den einzelnen Feuerwehren wird empfohlen vor jedem Dienst diese Übungen sowohl als Training als auch als Kontrolle durchzuführen.

Auch das Thema Ernährung soll künftig in den Focus gerückt werden. “Nur gesunde und gut trainierte Einsatzkräfte können die Anforderungen des Einsatzes gerechtwerden”, sagt der Qualitätsbeauftragte des DFV, Dipl.-Ing. Florian Lamme. “Übergewichtige Feuerwehrleute stellen im Einsatz eine Gefahr für sich und andere dar.”. Maßzahlen wie den bekannten Body-Mass-Index will der DFV vorerst aber nicht als verbindlichen Maßstab einführen. Erfahrungen im Ausland hätten gezeigt, dass an einer derartigen Hürde gerade gut trainierte, kräftige Einsatzkräfte scheitern würden.

Zu Vorwürfen, man wolle eine Elite herausbilden sagte Lamme: “Die soziale Funktion einiger Feuerwehren ist mir bekannt, doch ist das nicht unsere Kernaufgabe. Dies können die vielerorts bestehenden Fördervereine übernehmen.” Auch die Schließung einzelner Standorte wäre für Lamme eine Option, notfalls könne man Defizite durch die Schaffung hauptamtliche Stützpunkte ausgleichen.

Neues aus Hessen

(cl). Es gibt seit 2004 in Hessen auf dem Privatsender rhein-main-TV die Sendung Feuerwehr-TV. Diese wird jeden Sonntag Abend um 19.00 Uhr ausgestrahlt. Immer am Ende des Monats gibt es eine neue Sendung mit aktuellen Themen. Seit 2012 hat Feuerwehr-TV auch einen Youtube-Channel, auf dem man sich die Sendungen anschauen kann.

Von Anfang an an der Sendung beteiligt ist die Unfallkasse Hessen (UKH), die Ihre spezielle Feuerwehrwebseite http://www.feuerwehrportal-hessen.de/ jetzt auch für Smartphones optimiert hat.

Einsturz während Rettung

Im südrussischen Astrachan kam es in einem Plattenbau zu einer Gasexplosion in einem der unteren Stockwerke. Ein Teil des Gebäudes wurde dabei zerstört.  Während der ersten Rettungsarbeiten durch Ersthelfer stürzte das komplette neunstöckige Gebäude ein.

Mindestens 10 Menschen kamen ums Leben, etliche weitere wurden verletzt. Die Explosion soll nach ersten Angaben durch einen Bewohner ausgelöst worden sein, der Selbstmord begehen wollte.

Im zweiten Video sieht man, wie mehrere Menschen von den Ersthelfern vor dem eigentlichen Einsturz aus den Trümmern gerettet werden konnten, darunter auch ein kleines Mädchen.

Ria Novosti

Schweres Gerät

(cl). Wie auch in anderen Gegenden rund ums Mittelmeer hat es Mitte Februar auf der französischen Insel Korsika geschneit. Im Verwaltungsbereich Haute-Corse sogar nicht zu knapp.  Um die eingeschlossenen Menschen und Tiere in eigentlich unzugänglichen Gebieten zu versorgen setzten die Sapeurs Pompier Haute-Corse (SDIS2B) eine Einheit ein, die eigentlich für die Waldbrandbekämpfung angeschafft wurde.

Ein ausgedienter M113-Transport-Panzer wurde entmilitarisiert, rot lackiert und mit allerlei feuerwehrtechnischem Gerät bestückt. Hier findet man eine (französische) Beschreibung der Projekts MINCA inklusive Video.

Freiwillige gesucht

(cl). Würde man den Artikel von Jim MacKay aus dem Blog Mutual Aid des FireChief-Magazine ins Deutsche übersetzen, dann würde es nicht auffallen, das es um die Situation der Freiwilligen Feuerwehren in den USA geht.

 

Die Probleme der Begeisterung Freiwilliger für den Feuerwehrdienst sind bei uns in Deutschland nicht anders. MacKay sieht in seinem Artikel drei Gründe für das Schwinden von freiwilligen Feuerwehrleuten:

  • Gesteigerte, aber berechtigte Ansprüche an die Ausbildung von Feuerwehrleuten,
  • die liebe Bürokratie und
  • die geänderte (meist schlechtere) wirtschaftliche Bedingungen.

Sehenswert auch die beiden im Artikel verlinkten Videos.

Großbrand in Hechinger Altstadt

Hechingen (bw), (cl). Dieses Feuer hatte es in sich. Drei eingeschlossene Personen, Feuer konnte nicht lokalisiert werden, Feuerwehrleute erlitten Stromschläge und eine massive Rauchgasdurchzündung.

In der Hechinger Altstadt haben gestern Abend 5 Häuser in der Altstadt gebrannt. Die Feuerwehr war mit 150 Mann im Einsatz – unter anderem mit 3 Drehleitern.  Versorgt wurden Sie bei den tiefen Temperaturen von 35 Kräften des Roten Kreuzes.

[Links]Südwestpresse, Schwarzwälder Bote, Tagblatt

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