Schweden

Achillesverse Kritische Infrastruktur

Der schwedische Film „The Unthinkable“ zeigt den hybriden Krieg der Gegenwart und seine Folgen für die Gesellschaft moderner Industriestaaten: Ein Happy End gibt es dabei nicht. Die Filmkritik von Spektrum klingt interessant und auch dem Trailer sieht man nicht an, dass es sich um eine Low Budget Produktion handelt. [siehe auch Wikipedia]

Neulich, in Schweden

Tanker als Absicherung

Im Kern möchte ich hier nur eine Aussage treffen: Unfallstelle mit ENORMEM Feuerwehrfahrzeug absichern hat was.

Genauer: im Schwedischen Göteborg unverhofft in ein Stau geraten. Gottseidank lief der Verkehr so gut es ging auf einer Spur weiter. Vorgefunden: ein PKW auf Dach, Insasse(n) offentsichtlich schon draussen. Vor Ort ein (H)LF, ein KdoW, 3 RTW und: DER TANKER.

Als der in der Rettungsgasse vorbeifuhr, etwas gewundert, aber andere Länder, andere Sitten? Die Auflösung: der hatte sich quer gestellt und siehe da, oben fährt eine Kinoleinwand mit „UNFALL“ aus.

Nur vom vorbeifahren hatte man das Gefühl, die 24 Tonnen machen das schon. Eine ganz andere Wahrnehmung und Sicherheit als ein windiger VSA. Fazit: Schwere Fahrzeuge zur Einsatzstellenabsicherung sind ganz bestimmt nicht verkehrt.

Die abgesicherte Unfallstelle:

PKW auf Dach

Der PA Mann

In loser literarischer Anlehnung an The Umbrella Man (wirklich spannendes Thema!) taucht bei VU-Einsatzbildern aus Schweden The SCBA Man bzw. Der PA Mann eigentlich immer auf. Genau hinschauen, er wird jedes Mal zu finden sein (hier ist ein Beispiel). Da dort alles auf Staffel ausgelegt ist, darf der PA-Mann auch richtig ran. Strahlrohr oder PG wird stehen gelassen, und er hilft bei diesem und jenem mit. Unter PA wahrlich kein Zuckerschlecken – wenn auch nicht angeschlossen.

Klar, wir lernen das auch, mit dem Brandschutz bei VU. Aber gleich PA aufziehen? Machen auf Anfahrt die wenigsten, behaupte ich mal. Oder etwa doch? Und wer hat das schon mal geübt? Ich finde das Prinzip Klasse, und sollte eigentlich auch gelebt werden.

Und noch ein prima kleiner Tipp nebenher – wenn Patient und PKW die Einsatzstelle getrennt verlassen, vielleicht noch schnell einen Blick in das Handschuhfach werfen, dort können mitunter wichtige Dokumente oder Wertgegenstände sein. Die Chance auf eine Wiedervereinigung mit dem Besitzer ist deutlich höher, wenn die Habe beim Abtransport dem Rettungsdienst (oder Pol) mitgegeben wird als wenn sie im Fahrzeug bleibt. Eigentlich logisch, aber zugegebenermassen nie dran gedacht.

(Bild: Vorführung Kettenzug Katrineholm, Schweden)

 

Uppsala, Schweden: Übung Innenangriff in BSA

Den wollte ich schon länger nachreichen: eine von Jimmy (Heavy Rescue Sweden) kommentierte Übung der Feuerwehr in Uppsala. Zu sehen das erst eintreffende HLF mit 1/4. Ein Zweiertrupp in den Innenangriff, dazu ein Safety mit eigener Leitung. Beide Leitungen 90m, 40bar (glaube ich). Da Übung, geht man das Ganze sehr entspannt an. Das System ist auf jeden Fall auf Geschwindigkeit aufgebaut.

Das Übungsgelände ist in dieser Form an vielen Orten in Schweden zu finden – wenn auch alles dünn gesät ist, die Möglichkeiten sind wirklich klasse, die Qualität der Aus- und Fortbildung sehr hoch.

Distanzmarker an HD-Leitung

Polemische Kommentare zu Hochdruck und formfest im Innenangriff werden gelöscht oder gar nicht erst zugelassen.