Offside

App-Empfehlung: Bridge Constructor

Hat auf den ersten Blick nicht viel mit Feuerwehr zu tun. Aber gerade in der Technischen Hilfe ist es ungemein hilfreich wenn man ungefähr einschätzen kann, wie Kräfte wirken.

Und ganz davon abgesehen sagt mir irgendwas, dass gerade FWler (THWler sowieso) ihren Spass mit Bridge Constructor haben werden.

Im Spiel geht es darum, bei begrenztem Budget (wäre ja langweilig) eine Brücke zu bauen, die auch LKW standhalten soll. Nicht mehr, und nicht weniger, reicht aber vollkommen aus für Stunden (!) Unterhaltung. Erhätlich wohl für alle gängigen Plattformen, und auch nicht teuer. Zum Reinschnuppern gibt’s auch eine Free-Version mit den ersten Paar Brücken.

Zweiteilige Schiebleiter

Darf ich vorstellen? Eine handelsübliche, zweiteilige Schiebleiter. Leicht, schnell und einfach und vor Allem alleine zu bedienen. Ich versuche nach wie vor zu verstehen, warum die zweiteilige aus der Norm geflogen ist bzw. nicht mehr anzutreffen ist, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern.

Die Steckleiter passt von der Höhe her nie und ist nur mit größerem Aufwand zu bedienen. Wir reden immer über Personaleinsparung, aber mit ebenjenen Steckleitern und „klassischem“ Löschaufbau kommt mir das Initiale oft so vor, als dauerte es eine Ewigkeit. Im Gegensatz dazu: zweiteilige (1 Mann) und dünner Schnellangriff für das 1.OG (Beispiel Schweden) – wir sind noch am Ausladen, die sind schon drin am Feuer ausmachen.

Argumentation für und insbesondere wider Schnellangriff (und HD) im Innenangriff sind bekannt, und ich würde mich hier gerne auf die Leiter beschränken (klappt aber wahrscheinlich nicht :)

Nachteile: nicht so robust, Leiterbock, Leiterhebel und Wasserbehälter als Puffer nicht möglich (Dinge des täglichen Einsatzlebens, nicht).

Also: weiss jemand, was hier passiert ist?

Hallo Woche!

Das Wochenende wäre wieder rum. Langsam wird es wärmer, und somit geht auch richtig die Großübungs-Saison los. Ganze Samstage oder / und Sonntage mit Dutzenden, wenn nicht hunderten Helfern. Züge, Busse, Krankenhäuser, Industrieanlagen: all diese Gefahrenpotenziale mit Massen von Verletzten und Schäden werden mit kreativen Szenarien versehen und hoffentlich auch gut gelöst.

Wie wär’s mal mit so einer Übung unter der Woche? Montag morgen, beispielsweise, wenn es den Berufsverkehr erwischt? Wie sieht es da mit den hunderten Helfern aus?

Womöglich sind die größten Lessons learned bei Großübungen eher die Abläufe, also die Infrakstruktur / Logistik, die auch dann ziehen, wenn nut ein Bruchteil der Helfer zur Verfügung stehen, oder sehe ich da etwas falsch?

Urlaubs-Schnappschuss

Einsatzfahrzeug der Bomberos de Palma de Mallorca

Einsatzfahrzeug der Bomberos de Palma de Mallorca

(hl). Eine Woche Urlaub – schnell waren die paar Tage auf Mallorca rum. Unter den über 200 Urlaubsbildern ist auch dieser Schnappschuss, der während einer Stadtrundfahrt entstanden ist. Meine Frau Nicole und ich besichtigten gerade das Castell de Bellver. Auf einmal tauchte das Einsatzfahrzeug und ich hielt drauf.

Leider kein tolles Bild, aber so ist es mit den Urlaubs-Schnappschüssen – nicht alle sind gut!

@fire: Home Base schwer beschädigt

Als die ersten Bilder und Meldungen über Facebook liefen, war’s nicht zu glauben: ein betrunkener Fahrer (übrigens nichts mit @fire zu tun, um das klar zu stellen) hatte einen Toyota durch die Wand unserer Homebase in Osnabrück gesetzt. Er selbst und ein Mitfahrer wurden schwer, ein weiterer Insasse leicht verletzt.

Vermutlich ist es ähnlich ironisch, wenn eine Fabrik für Löscharmaturen brennt, immerhin konnten die Jungs vom Team 3-41 die Bude provisorisch abstützen und verschliessen, aber Fakt ist: das Gebäude – unser Zuhause – ist wohl ein Totalschaden. Schade um die viele liebevolle Arbeit.

Man darf gespannt sein, wie es weiter geht. Auf jeden Fall dürfen wir wieder von vorne anfangen und freuen uns über jede Unterstützung.

Infos: NOZ

(Bild: Frank Wobig)

FDIC 2012 – Hands On Training

Letzte Woche fand in Indianapolis, Indiana, USA mit der FDIC 2012 eine der größten Veranstaltungen in der Feuerwehrwelt statt. Über die Kombination aus Ausstellung, Konferenz und Trainingsveranstaltungen wird Irakli sicherlich noch berichten; schließlich war er im Auftrag seines Arbeitgebers dort.

Hier zur Einstimmung ein Video eines sogenannten Hands-On-Trainings aus 2012:

Drüben im FWNetz hatte Irakli über seine Besuche in den  letzten Jahren berichtet.

Gedanken zum Wochenende: Bester Platz auf dem LZ zu BMA?

Schon mal im Löschzug zu BMA gefahren? Nicht so spannend. Ausser dem einen Mal, wo das Ding tatsächlich zurecht ausgelöst hat. Ich habe da so eine Theorie bzw. eine Praxis. Welcher Platz im Löschzug ist bei einer BMA-Meldung der Beste?

Antwort: der Maschinist des 2. LF bzw. TLF im klassischen Löschzug.

Warum, lässt sich schnell erklären. Gehen wir zunächst vom Standard aus, dem „blinden“ Alarm, also keine Gefahr im Verzug. Vielleicht eine nicht abgeschaltete Schleife bei Bauarbeiten, geheim auf der Küche geraucht, direkt unter dem Melder geparkt? Auslöser gibt’s zuhauf. Und es dauert schon eine kleine Weile, bis die Anlage in Ruhe bzw. scharf ist, und „die Feuerwehr“ wieder abrücken darf. Klar, der nachfolgende Ablauf ist in jeder Wehr ein wenig anders, ich versuche mich an den Durchschnitt.

Schauen wir uns die einzelnen Positionen an: Der Zugführer bzw. 1. Gruppenführer – sprich der Einsatzverantwortliche – muss erkunden, rückmelden, zurückstellen und vieles mehr und ist bis zum Ende des Einsatzes beschäftigt. Es wird zumindest nicht ganz so langweilig.

Der Maschinist des 1. LF hat einen unter Umständen schönen Blaustich, bekommt ein wenig mehr Erfahrung unter Blaulicht, und muss ab der Ankunft eigentlich nicht so viel tun, ausser warten bis wieder abgerückt wird.

Der Angriffstrupp des 1. LF darf sich PA anlegen. ggf. mit erkunden, muss aber bis Abrücken warten und bei Ankunft alles wieder einpacken, uU auch wieder neue Masken holen, etc.

Der Rest der Besatzung des 1. LF tut nix. Das gilt dann auch für den 2. Mann in der Drehleiter (bzw. Hubrettungsgerät), der Maschinist darf ja fahren, zumindest wird die Anfahrt für den dann nicht ganz so öde. Für all diese Leute bestätigt sich aber, dass man zwar innerlich das richtige getan hat (zu einer BMA ausrücken), aber wieder mal für nix, und nix tun, ausser rumhängen bis es um ist. Bäh.

So, und kommen wir nun zum 2. LF. Gleicher Blaustich, und wenn der falsche Alarm  – hoffentlich früh – bestätigt wird, darf dieses Fahrzeug wieder als erstes abrücken. Der Maschinist ist gefahren, hatte somit etwas zu tun, und ist mit dem Rest der Mannschaft wieder zuhause. Ob der Angriffstrupp hier als 2. Trupp angelegt hat oder dieser im 1. LF mitgeführt wird, ist von Wehr zu Wehr unterschiedlich. Hauptsache nicht rumhängen.

Worauf ich hinaus will: was zu tun gehabt und als erster wieder zuhause, Kaffee kochen bis der Rest des Löschzugs wieder einrückt.

Und sollte der BMA-Alarm echt gewesen sein: zu tun gibt’s dann für alle.

Einverstanden?