Warum Flammen cool sind

Wir alle kennen die Unterrichtseinheit „Brennen und Löschen“ aus diversen Lehrgängen, angefangen von der Grundausbildung bis hin zu den Führungslehrgängen. Feuer ist eine exotherme Reaktion, die für uns grafisch als Verbrennungsdreieck aufbereitet wird, um Ansatzpunkte für verschiedene Löschmethoden, wie Verdrängen, Inhibieren oder Kühlen, aufzuzeigen. In den Lehrgängen – zumindest für die FF – wird selten tiefer auf die chemisch-physikalischen Zusammenhänge eingegangen. Auf einem amerikanischen Blog bin ich nun auf eine recht populärwissenschaftliche Erklärung für die Vorgänge in der Flamme selbst gestoßen. [SMD via io9]

Techwatch: Nutzungsberechtigung für Löschfahrzeuge (?)

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Zugegebenermaßen: mir ist beim Lesen diesen Artikels die Kinnlade ein wenig heruntergeklappt. Darin geht es – ganz grob – darum, dass US Farmer eigentlich gar nicht ein John Deere Fahrzeug erwerben, sondern lediglich eine Nutzungsgenehmigung – so Wired.

Die Argumentation: das Fahrzeug ist eigentlich ein fahrbarer Computer, und der besteht aus proprietärem Code, vulgo Software. Und die darf man nicht erwerben, sondern nur nutzen.

Ergo: von außen darf da keiner ran. Software darf nicht verändert werden. Liegt ein Problem vor: ja nicht selber was machen. Was verbessern? Hallo? More

Subtil oder brachial

Bildkonzept: Ein schwieriger Spagat zwischen „Held“ und „Helfer“

Zwei Feuerwehrleute vor einem brennendenFahrzeug

Eyecatcher – Ein Bild, bei dem der Betrachter hinschaut.

 

Vergangene Woche schrieb ich über die Wahrnehmung von Feuerwehruniformen und die unterschiedlichen Reaktionen hierauf in und außerhalb Deutschlands. Ich möchte das mit einem Artikel verbinden, in dem es um die Entwicklung eines Bildkonzeptes für Feuerwehrwebseiten ging. Auf den ersten Blick mögen die beiden Themen wenig gemein haben, aber Ziel einer Webseite sollte es auch sein, als Hilfsmedium zur Generierung von Nachwuchs zu fungieren. Auf welche Zielgruppe die Feuerwehrwebseite nun im Speziellen ausgerichtet sein sollte, ist an dieser Stelle nicht mein Thema, sondern die bildliche Darstellung von „Feuerwehr“. Und hier spielt das Thema Wahrnehmung durch den Bürger auch eine große Rolle. More

Die Mär von der langsamen Feuerwehr

Ein Erlebnis, das mich bis heute beschäftigt

„Die freiwillige Feuerwehr braucht in Deutschland zwanzig bis dreißig Minuten bis zum Einsatzort“, nein, dieser Satz entstammt nicht dem Mund eines unwissenden Bürgers, sondern, wurde von einem Trainer/Lehrer/Ausbilder einer großen, europaweit tätigen Prüfungs- und Qualifizierungsgesellschaft während eines Brandschutzhelferlehrgangs ausgesprochen. Sieht man von dem Umstand ab, weshalb ich mit meiner Feuerwehrqualifikation auf diesem Lehrgang teilnahm, war es für mich als Fachmann erhellend, was den Teilnehmern – zukünftigen Brandschutzhelfern! –, die mit Feuerwehr bis dato nichts am Hut hatten, über die freiwillige Feuerwehr mitgeteilt wurde.

Das für mich eigentlich Schlimme war, dass der Referent dann noch behauptete, selbst vor einiger Zeit in der Feuerwehr gewesen zu sein. Seine These von der langsamen Feuerwehr fiel im Auditorium auf fruchtbaren Boden, weil jeder ja schon mal erlebt hat, wie man auf die Feuerwehr wartet, die einfach nicht kommen will – auf die Uhr schaut dann keiner! Mein Widerspruch prallte mehr oder weniger ab, weil mir, einem Lehrgangsteilnehmer (!), niemand richtig glauben wollte. Der Referent hatte qua Funktion als Ausbilder mehr Vertrauensbonus. Solche Aussagen gegenüber Mitbürgern ohne Feuerwehrhintergrund tragen sicherlich nicht dazu bei, das Vertrauen in die freiwillige Feuerwehr zu erhöhen.

Einfach mal „Danke“ sagen

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Vor einiger Zeit bin ich auf einen kleinen, aber bedeutsamen Beitrag in Jan Südmersens Facebook-Timeline gestolpert, der mich ein wenig nachdenklich stimmte. Jan schrieb, dass sich eine Stewardess im Flugzeug bei ihm mit den Worten „Thank you for your service“ bedankte, nachdem sie ihn als einen Feuerwehrangehörigen identifiziert hatte. Andere Länder, andere Sitten. In Deutschland wäre eine solche symbolische, öffentliche Anerkennung ohne konkreten Anlass höchst selten bis undenkbar – sieht man von den eigennützigen Politikerparolen zu Wahlkampfzeiten einmal ab. More

Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle

Rezension von Klaus Medings Neu als Brandschutzbeauftragter (mit Verlosung)

Covder des Buches "Neu als Brandschutzbeauftragter" von Klaus MedingUnd auf einmal ist der Mitarbeiter Brandschutzbeauftragter! Frisch von der Schulung zurück, weiß dieser, vor lauter Paragrafen und jeder Menge Papier, zunächst nicht, wie er in dieser Funktion am effektivsten vorgeht und Stolpersteine vermeidet. Schließlich möchte er in den Augen des Arbeitgebers und gegenüber der Belegschaft alles richtig machen. Keine Schulung bereit den Brandschutzbeauftragten auf die konkrete Realität im Unternehmen vor, damit der Start einfach läuft, sich eine Struktur herausbildet, gibt Klaus Meding in seinem Buch „Neu als Brandschutzbeauftragter“ wichtige und hilfreiche Tipps und Hilfestellungen rund um die Tätigkeit als Brandschutzbeauftragter. More

Würdest Du?

Fettexplosion

Zugegeben, der nachfolgende Gedankengang ist ein heißes Eisen – und diskutabel –, betrifft aber wohl nur Feuerwehrleute: Ich diskutierte unlängst, kurze Zeit nach einem Brandereignis in meinem Wohnort, wie ich reagiere, wenn es in meinen eigenen vier Wänden brennen würde.

  • Wohnung evakuieren, Notruf absetzen und dann auf Eintreffen der professionellen Löscher warten?
  • Wohnung evakuieren, Löschversuch starten und dann Notruf absetzen?
  • Oder doch gleich Löschversuch starten und sogar auf den Notruf verzichten?

Zumindest im Bekanntenkreis wurde die letzte Variante schon gewählt – aus nachvollziehbaren Gründen. Ich schätze meine eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse so weit ein, entscheiden zu können, ob ich den Brand mit Haushaltsmitteln selbst ausbekomme oder nicht. Problematischer dürfte es gerade nachts sein, denn der Brand dürfte bis zur Detektion durch den Rauchmelder schon etwas weiter fortgeschritten sein, was Löschversuche schwieriger macht.

Ich weiß aber auch, dass bis zum Eintreffen der örtlich zuständigen Brandbekämpfer Zeit vergeht, Zeit, in der sich ein lokales Feuer zu einem Zimmer- oder Wohnungsbrand fortentwickelt. Allein deshalb würde ich persönlich den Löschversuch starten.

Eine Patentlösung gibt es nicht, es liegt vermutlich an der konkreten Situation und der richtigen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Bei mir kommt hinzu, dass mit kleinen Kindern im Haus das Thema Evakuierung recht schnell erfolgen muss.

NIST-Studie zum tödlichen Brandverlauf in San Francisco

10 Minuten Zeit? Dann unbedingt das Video oben ansehen.

Am 2. Juni 2011 verstarben zwei Mitglieder des San Francisco Fire Departments an ihren Brandverletzungen, die sie im Laufe eines Innenangriffs erlitten.

Sie gingen über die Haustür in einem am Hang gebauten Haus. Das Feuer war unter ihnen im ersten UG ausgebrochen. Kurze Zeit später zerplatzen Fenster im Brandraum, und das Feuer gewann innerhalb kürzester Zeit an Intensität. More

Am Anfang war das Weblog

10 Jahre Feuerwehr Weblog 2005-2015

Sind es wirklich schon zehn Jahre? Es kommt mir vor, als sei das alles, worüber wir im Feuerwehr Weblog räsoniert haben erst gestern passiert. 10 Jahre Feuerwehr Weblog (ich zähle die Zeit des FWNetz‘ natürlich mit) sind eine für Netzverhältnisse eigentlich lange Zeit. 10 Jahre Feuerwehr Weblog. Happy Birthday.

Auch wenn ich nicht von Beginn an als Autor dabei war, bin ich es gefühlt. Ich trauere manchmal der „guten alten Weblog-Zeit“ nach, denn die damalige Unbefangenheit, Neugier, Begeisterung, mit der man sich so manches Mal an ein Thema wagte, fehlt mir ein wenig. Klar, damals – das klingt jetzt so wehleidig-sehnsüchtig – war es weniger leicht an Informationen über Feuerwehrthemen im Netz zu gelangen. Die klassische, statische Feuerwehrwebsite dominierte das Netz. Von daher fand ich es selbst gut, mit dem Feuerwehr Weblog eine relativ zentrale und optisch ansprechende Plattform zu besuchen, auf der ich den Feuerwehr-Zeitgeist verfolgen und später sogar mitgestalten konnte. More