Alarmcode 6920/10 – Die Grenzen des Wachstums

Laufshirt "Feuerwehr in Bewegung" und Running Schuhe

Nein, ich möchte an dieser Stelle nicht über die gleichnamige Studie aus den 1970er Jahren schreiben, sondern darüber, dass die stetige Verbesserung der eigenen (Lauf-)Leistungen offenbar an ihre Grenzen gestoßen ist, die Verbesserung sozusagen nicht mehr weiter wächst. Mittlerweile sind drei von vier geplanten Rennen Geschichte und ich kann feststellen, das intensive Training hat zu einer Verbesserung meiner Zielzeiten beigetragen, allerdings nicht in dem Umfang, wie ich mir das gewünscht hätte. Klopf, klopf, klopf! … Hallo! … Da ist er wieder, dieser Ehrgeiz, der von den Grenzen des Wachstums nichts wissen will. More

Strafverschärfung mit Makel

Eine Kolumne von Stefan Cimander

Zwei Tage vor der Bundestagswahl segnete der Bundesrat eine neue Verordnung[1] der Bundesregierung ab, nach der Autofahrer, die Rettungskräfte behindern, z. B. keine Rettungsgasse bilden oder „freie Bahn schaffen“, mit einem höheren Strafmaß rechnen müssen: bis zu 320 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister und ein Monat Fahrverbot sieht die neue Regelung vor.[2] Zunächst mag es erfreulich klingen, dass sich der Gesetzgeber derart schnell in die richtige Richtung bewegt, gab es in den vergangenen Monaten doch mehr als genug negative Beispiele, wie es auf Autobahnen nicht laufen sollte.[3]

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Alarmcode 6920/9 – Das AAA-Rating

Laufshirt "Feuerwehr in Bewegung" und Running Schuhe

AAA steht in der Finanzanalyse für die beste Einstufung der Bonität, beschreibt aber zusätzlich eine Akkumulatorbaugröße. Respektvolles Renommee (Bonität) und energiereicher Elan (Akkumulator) – so übersetze ich das einmal – sind zugleich wichtiger extrinsischer wie intrinsischer Aspekt beim Running oder, anders formuliert, AAA bedeutet einfach nur Anreiz, Ansporn, Antrieb; kurz Motivation. Und Motivation, sozusagen das Warpplasma des Läufers, diese schwergreifbare und fragile Substanz, verflüchtigt sich bisweilen in die unendlichen Weiten des Raumes. Ist das Plasma einmal weg, können auch die Zauberhände von Scotty, LaForge und Seven of Nine kaum mehr etwas ausrichten. More

Schweiz: Diskussion um den Nothelfer

Die Feuerwehr hilft bei einem Verkehrsunfall.

Fast könnte man sagen, dass – vor der aktuellen Problematik mit Videos von Verletzten in Deutschland – eine kleine Meldung aus der Schweiz wie eine Bombe einschlug, aber nur fast. Die Vereinigung der Strassenverkehrsämter ASA in der Schweiz schlug in den letzten Tagen laut einer Mitteilung des Schweizer Rundfunks SRF vor, den Erste-Hilfe-Kurs, in der Schweiz Nothelfer genannt, bei der Führerscheinausbildung zu streichen. Als Begründung führte der Verband an, dass einerseits die Zahl der Verkehrsunfälle sinke, über das Mobiltelefon schnell Hilfe herbeigerufen werden können und dass sich laut einer Umfrage in der Bevölkerung große Lücken über das Erste-Hilfe-Wissen auftäte. Durch den Wegfall dieses Ausbildungsthemas könne man, so der Verband, die angehenden Fahrzeuglenker intensiver auf das Fahren vorbereiten. Allerdings will man den Vorschlag nur zur Diskussion verstanden wissen. [Siehe auch NZZ.ch] More

Unser Leben für Ihre Sicherheit?

Eine Kolumne von Dr. Ulrich Cimolino

Verunfalltes Feuerwehrfahrzeug. Bild: feuerwehr-weblog.de/sc

Verunfalltes Feuerwehrfahrzeug. Bild: feuerwehr-weblog.de/sc

In den letzen Monaten gab es leider wieder einige schwere Unfälle von alarmierten Kollegen der FF auf dem Weg zum Gerätehaus, von Einsatzfahrzeugen auf dem Weg zur Einsatzstelle und einige mich sehr nachdenklich machende Wortgefechte sowohl auf Tagungen, wie auch im Internet (zunehmend hitziger auch mit „Nicht-Feuerwehrangehörigen“ in den Social Medias).

Alleine die Diskussionen um Sonder- bzw. Wegerecht nach §§ 35 und 38 StVO füllen in den einschlägigen Foren oder Social Medias Bände und wiederholen sich spätestens im Drei-Monatsrhythmus. Neben der leidigen Sonderrechtsdiskussion gibt es nur noch wenige Themen, die ein derartiges Echo erzeugen: Nachdem beinahe jeder fast jedes Fahrzeug kaufen kann, weil es immer weniger Einschränkungen gibt, bleiben Umbenennungen von Dienstgradbezeichnungen im Zuge der Reform einer Laufbahnverordnung der FF, oder die Spekulation mit wieviel Liter Wasser im Innenangriff mindestens vorgegangen werden muss.

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Die Sache mit dem Restrisiko

Eine Kolumne von Stefan Cimander

Die vergangenen Wochen waren, um es neutral zu formulieren, ereignisreich: Der Brand des Grenfell Wohnhochhauses im Londoner Stadtteil North Kensington, der Unfall und Brand eines voll besetzten Reisebusses auf der Autobahn A9 in Oberfranken, die Krawalle rund um den G20-Gipfel in Hamburg und verschiedene Unwetterlagen führten uns vor Augen, dass es hundertprozentige Sicherheit nicht gibt. Egal wie viel abwehrenden Brandschutz man sich leistet, egal wie streng der vorbeugende Brandschutz ist, egal wie detailliert Hochwasserwarnsysteme ausgearbeitet sind, egal wie aufmerksam man durch das Leben geht, ein Restrisiko bleibt immer. Und dieses Restrisiko scheint vielen nicht bewusst zu sein oder wird ausgeblendet – auch bei der (freiwilligen) Feuerwehr.

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Schaum – ein komplexes Thema

Rezension von de Vries‘ Einsatz von Schaummitteln

Buchcover De Vries: Einsatz von SchaummittelnDer Bürger erwartet, dass die Feuerwehr vorbereitet ist – das versteht sich von selbst, denn deshalb besitzt die Kommune eine derartige Einrichtung, die ausgebildet ist und ihre Handgriffe immer wieder übt. Wird alles geübt? Wie bei der Geschichte mit dem gallischen Dorf, lautet auch hier die Antwort. Nein! Feuerwehr ist ein kleinteiliges System, deren teilweise hochkomplexe Inhalte der ordinären Ausbildung trotzen und nur Spezialisten vorbehalten sind. Eines dieser komplexen Themen ist der Einsatz von Schaummitteln, dessen rechtliche, wissenschaftliche und politische Seite Holger de Vries in dem Buch „Einsatz von Schaummitteln. Auswahl und Logistik“ aus der Reihe Fachwissen Feuerwehr gewohnt kritisch betrachtet und eine Reihe von Maßnahmen vorschlägt. Taktische und einsatztechnische Aspekte bleiben bewusst außen vor und anderen Publikationen zu diesem Thema vorbehalten. More

Alarmcode 6920/8 – Der Saft des Lebens

Laufshirt "Feuerwehr in Bewegung" und Running Schuhe

Als ambitionierter Hobbyläufer lässt man ja nichts, unversucht seine Leistung auf legalem Wege zu steigern. Hierzu bietet sich mentales Training an, spezifisches Kraft- und Ausdauertraining, aber auch die Ernährung spielt eine gewichtige Rolle für denjenigen, der schnell sein will. Kurzum in der „Men’s Health“ für Läufer, der Seite Fit For Fun, nicht zu verwechseln mit Fit For Fire Fighting, propagierte die Redaktion Rote-Beete-Saft als legales Doping (Die lange Version zur Roten Beete gibt’s in der Runner’s World)! Rote-Beete-Saft! Ich seh‘ rot! Der Saft des Lebens! Ich habe nichts gegen die Rübe, im Gegenteil, als Salat habe ich das Fuchsschwanzgewächs gerne gegessen, und neuerdings als Zutat für Smoothies entdeckt, die ich nach „anstrengenden“ Läufen zu mir nehme. Allerdings habe ich Rote Bete noch nie als Saft inkorporiert und vor Läufen auch maximal nur ein Iso-Getränk zu mir genommen. Meist sogar nur Wasser. More

Der Bleistift als Gerät der Feuerwehr

Was haben Feuerwehr und Sex gemeinsam? Beides hat im weitesten Sinne mit Wasser und Wärmeerzeugung zu tun. Aber eigentlich will ich nur eure Aufmerksamkeit erregen. Um es nicht in die Länge zu ziehen, das Feuerwehr Weblog sucht jungfräuliche MitschreiberInnen, die schnell kommen können, also … ich meine, schnell mitschreiben können. Stopp! Genug der schlüpfrigen Formulierungen.

Was ist uns wichtig?

Interesse an der Sache Feuerwehr und vor allem Lust am Schreiben!

Natürlich gibt es da ein paar … Nice-to-haves. Du solltest:

  • wissenschaftlich und technisch interessiert sein;
  • keine Scheu vor kontroversen Meinungen haben;
  • über den Tellerrand blicken können (andere HiOrgs, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft);
  • eine Affinität zum Thema Web 2.0 haben;
  • Erfahrung mit oder in einer Hilfsorganisationen haben;
  • Oder Mitglied in einer Hilfsorganisation, wie z.B. der Feuerwehr sein;
  • regelmäßig ein paar Zeilen fürs FWB schreiben;
  • Erfahrung mit Recherche und dem Schreiben von Texten haben;
  • kein Problem damit haben, dass es fürs Schreiben nur den „Ruhm“ gibt.
  • Gegen Ideenlosigkeit haben wir auch etwas: Unsere lange Liste mit Themen. 😉

Wie ticken wir?

Nun ja, es gibt da eine Menge Blogbeiträge, die so einiges über uns aktive (und ehemalige) Blogger aussagen (Lektüretipps, Musikplayliste). Die meisten von uns könnten sich z.B. sehr gut vorstellen zu rockigen Musikklängen zusammen mit Chief Engineer Montgomery „Scotty“ Scott von der USS Enterprise ein Gläschen Scotch zu trinken – natürlich leicht torfig!

Im Grunde schreiben wir über Gedanken, die uns bewegen, über Themen, die wir interessant finden oder Geschichten, die wir für erwähnenswert halten. Als privates, nicht-kommerzielles Blog sind die Beiträge im Feuerwehr Weblog für jeden frei lesbar und dürfen, ja sollen sogar, von allen geteilt und kommentiert werden, mit dem Ziel Wissen und Informationen zu verbreiten. Unser Selbstverständnis als Feuerwehr Weblog und eine kleine Geschichte dieses Blog-Projektes, kannst Du hier nachlesen.

Warum noch Bloggen?

Natürlich dominiert DIE eine Social Media Plattfom auch den Bereich Feuerwehr, sodass die Frage, ob es noch Sinn macht, eine themenspezifisches Weblog zu betreiben, durchaus legitim ist? Die Antwortet lautet ja, sogar mehr denn je. Informationen sind im Überfluss vorhanden, so viele, dass man darin zu ertrinken droht. Deshalb braucht es einen oder mehrere zentrale Orte, an denen Wissen verifiziert, sortiert und aufbereitet wird. Schließlich braucht es ja auch eine Quelle, die sich teilen und liken lässt.

Wir wollen von euch keine klassische Bewerbung. Bloß nicht! Es reicht aus, wenn ihr uns kurz per Email an sc [at] fwnetz.de schreibt, wer ihr seid und warum ihr zusammen mit uns schreiben wollt. Alles andere ergibt sich dann.

Wie Sie sehen …

… sehen Sie … nichts. Wobei Nichts nichts ist. Es ist immer etwas da. An dieser Stelle sollte eigentlich die jeden ersten Dienstag im Monat erscheinende Kolumne stehen. Wie gesagt, sollte. An Themen mangelt es mir inzwischen nicht, übers Wochenende und durch diverse Feuerwehrdienste kamen sogar noch weitere Themen, auf eine mittlerweile unendlich lange Liste mit Artikel-/Kolumnenideen. Wo liegt das Problem? Zeit! Zeit ist relativ, mal vergeht sie langsamer, mal vergeht sie schneller, die letzten Tage verging sie so schnell, da eine große Masse an Arbeit das Schreiben der Kolumne verhinderte. Was tun? Klar, für das nächste Mal Besserung geloben und die Kolumne für den Juli irgendwie nachschieben. Löst es mein Problem mit der schnell vergehenden Zeit? Nein! Deshalb meine Bitte an euch Leser: Wer Lust am Schreiben hat, darf für das Feuerwehr Weblog gerne eine Kolumne schreiben. Wem es an Themen mangelt, dem kann ich gerne eines von meiner Liste geben. Schwierig ist die Themenfindung übrigens nicht, oft reicht hierzu die Teilnahme an einem Einsatz oder einem Übungsdienst. Traut sich jemand? Meldungen bitte an mich: sc (ät) fwnetz (punkt) de … und ganz wichtig: Keine Panik.