Bist du fit für jeden Einsatz?

Eine Kolumne von Martin Brombeis

Bei der letzten Atemschutzunterweisung war es wieder so weit: Ich hörte Geschichten über Feuerwehrangehörige, die im Einsatz ihr Leben ließen. Das ist jedes Mal der Moment, wenn mir eiskalt der Schauer über den Rücken läuft und mir wieder bewusst wird, dass die Gefahr real ist. Wir nehmen die Einsatzbedingungen zu oft auf die leichte Schulter und vergessen, dass es auch engste Freunde oder sich selbst treffen kann.

Neben dem Einhalten der Einsatzgrundsätze und regelmäßiger Übung spielt die körperliche Fitness eine sehr wichtige Rolle, wenn es darum geht, gesund zum Einsatz und wieder zurück nach Hause zu kommen. Jeder Feuerwehrangehörige sollte sich deshalb aus eigenem Interesse fit für den Einsatz machen, um damit ein Sicherheitspolster für den Ernstfall zu schaffen und effektiver helfen zu können. More

Alarmcode 6920/4 – Das Kreuz mit der Wade

Der Halbmarathon am 2. April in Freiburg i. Br. rückt näher und näher und nun beginnt meine Wade „zicken“ zu machen. Leider ist es bei mir derzeit nicht so, dass ich, wie es Dieter Baumann in seiner aktuellen Kolumne in der Runner’s World (ext. Link) schrieb, ein grundsätzlicher Friede mit der Wade herrsche. Immerhin bin ich nicht der einzige, der über Wadenprobleme klagt. Die Ursachen können vielfältig sein, ich persönlich vermute eher eine Trainingsüberbelastung, sprich, meine Wade schreit nach einer Verschnaufpause. Und in der Tat war gerade die letzte Woche anstrengend, bedingt durch das Verschieben von Trainingsterminen, kam ich auf fast 60 gelaufene Kilometer in sieben Tagen – und da würde ich als Wade ebenso „not amused“ sein. Was tun?

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Klima, Pandemie und VB

Gesammelte Links 01/2017

Vegetationsbrand

Bild: Gerald Vicker, U.S. Fish and Wildlife Service

In den vergangenen Monaten haben sich wieder einige Links zu interessanten Themen angesammelt, die ich nun nachfolgend mit einer kurzen Einleitung zum Lesen empfehle. Der Schwerpunkt liegt dabei eher auf dem Bevölkerungsschutz bzw. den Planungsauswirkungen für eben diesen: Klima, Klimawandel; Pandemie; Feuerökologie; Asteroiden und vorbeugende Brandschutz.

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Optimierung der Warnung

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) untersucht in einem Projekt die Möglichkeiten zur Optimierung der Warnung der Bevölkerung in Deutschland. Dabei bezieht man nun nicht mehr nur noch die technische Seite ein, sondern will auch gezielt sozialwissenschaftliche Fragen und Problemstellungen untersuchen. Auf die Erkenntnisse dieser neuen, interdisziplinären Perspektive bin ich gespannt, denn Warnung hat eben nicht nur die Seite des technisch Machbaren und Möglichen, sondern hat auch viel mit Semantik, Sprache und Informationsgehalt zu tun, die wiederum auf die Technik zurückwirken. [Pressemitteilung BBK | ISF Bund-Länder-Projekt Warnung der Bevölkerung | Warnung der Bevölkerung]

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So wirst Du fit in 42 Tagen

Die Tage werden wieder länger, die Temperaturen steigen und der Blick auf die Waage verrät, dass der Winter, wenn er auch nicht sehr lange andauerte, Erinnerungen in Form von Fettpolstern hinterlassen hat. Von Panik, „Hilfe, ich bin fett“, über Fatalismus, „Naja, ist halt so“, bis hin zum Aktivistischen, „Ja, ich schaffe das“, reichen die Reaktionen.

Nun gäbe es die Möglichkeit, ein äußeres, zwar religiös behaftetes, Ereignis als Anlass zu nehmen, den Pfunden den Kampf anzusagen, die Fastenzeit, die von Aschermittwoch bis Karfreitag andauert (Feuerwehr Weblog 2016: „FFFF-Matrix. Ein Neuansatz zur persönlichen Gefährdungsbeurteilung“). Wobei so richtig fasten, habe weder ich in der Vergangenheit gemacht, noch empfehle ich dies mit diesen Zeilen. Wer das Durchführen will, sollte sich unbedingt fachlichen Rat holen. Ich habe diese sechswöchige Abstinenz in den letzten beiden Jahren etwas eigenwillig umdefiniert, mit dem Ziel nicht nur fitter zu werden, sondern sich auch bewusster zu ernähren und durch diese Kombination das eigene Gewicht dauerhaft zu optimieren. More

Rauchmelder wecken Kinder nicht

Eine Untersuchung des Derbyshire Fire & Rescue Service (GB) und der der Universität Dundee fand heraus, dass schlafende Kinder einen piependen Rauchmelder oft überhören. 27 von 34 Kindern im Altern von zwei bis 13 Jahren wachten auch wiederholt nicht auf, als der Alarmton des Rauchmelders ertönte. Die Forscher sehen die Ursache in der evolutionären Entwicklung, so lernt ein Mensch erst im Laufe seines Lebens die Bedeutung der Warnsignale. Eine weitere Versuchsreihe will nun herausfinden, ob ein modifizierter Rauchmelder besser weckt. [heise.de | Derbyshire Fire and rescue servicet | Universität Dundee]

Wenn der Funkwecker ruft

Wenn der Funkwecker ruft, dann springen wir aus dem Bett, ziehen uns an, schlüpfen in die Schuhe und werfen die Türe hinter uns zu, nur um dann vor der Haustüre stehend zu realisieren, dass wir ein viel größeres Problem haben: Schlüssel vergessen, oder, worauf ich hinaus will, es fehlt der fahrbare Untersatz, um in angemessener Zeit zum Feuerwehrhaus zu gelangen. Die Geschichte lässt sich natürlich beliebig umschreiben, das Problem bleibt jedoch das gleiche, was mache ich, wenn ich alarmiert werde, mein örtlicher Standort dabei in umgekehrtem Verhältnis zur Ausrückezeit steht, ich also zu weit weg bin? Ein solcher Fall geistert seit einigen Tagen durch die sozialen Medien. Das sächsische Nachrichtenportal tag24.de berichtet über einen Feuerwehrmann aus Neschwitz (Lkr. Bautzen/Sachsen) der, um zum Gerätehaus zu kommen, per Anhalter in einem Bus seinen Kameraden nachfuhr (Externer Link tag24.de).

Und mal ehrlich, das Problem hatten wir doch alle schon einmal. Offenbar kommt es auch gar nicht so selten vor, dass man als alarmierter Feuerwehrangehöriger Fahrzeuge requiriert/beordert, um schnell helfen zu können, wie die Antworten auf einen Beitrag in einem sozialen Netzwerk nahe legen.

Ich für meinen Teil habe einmal ein vor der Türe stehendes Taxi aufgefordert, mich zur Feuerwehr zu fahren. Dieser Bitte ist der Taxifahrer auch sofort nachgekommen, auch wenn er mit der Kirche ums Dorf gefahren ist und ich zu Fuß wahrscheinlich schneller gewesen wäre. Zu Ohren gekommen sind mir auch Geschichten von Kameraden, die mit dem Melder in der Hand auf die Straße springen, Fahrzeuge anhalten, die Fahrertüre aufreißen und dem Fahrzeugführer zurufen „Ihr Auto ist beschlagnahmt“. Ich denke, ganz so extrem muss man sich nicht aufführen, denn der Großteil der Verkehrsteilnehmer, die man bittet, einen mitzunehmen, kommt dem sicherlich nach.

Hattet ihr denn ähnliche Erlebnisse? Und wenn ja, wie seid ihr dann zum Gerätehaus gefahren bzw. wer hat euch gebracht?

BMA ist kein Fehlalarm

Rezension von SER Brandmeldeanlagen und andere brandschutztechnische Anlagen

Buchcover "Standard-Einsatz-Regeln: Brandmeldeanlagen und andere brandschutztechnische Anlagen"

„BMA, Hurra!“ ist in den sozialen Medien ein geflügelter Ausdruck, wenn eine Fehl- oder Täuschungsalarmierung durch eine Brandmeldeanlage auf den Punkt gebracht werden soll. Hinfahren – Zurücksetzen – Abfahrt. Dass derartige Anlagen aber nicht zum Provozieren der Feuerwehr eingebaut werden, versteht sich von selbst. Mit dem Buch „Brandmeldeanlagen und andere brandschutztechnische Anlagen“ aus der Reihe „Standard-Einsatz-Regeln“ legen die Autoren deshalb eine Ausbildungs- und Informationshilfe für freiwillige Feuerwehren vor, die zum ersten Mal mit einer solchen Anlage in ihrem Ausrückebereich in Berührung kommen und denen sich ein gänzlich neues Einsatzspektrum offenbart.

Die Autoren stellen Basisinformationen zur Verfügung und beginnen mit den fachlichen und rechtlichen Hintergründen derartiger Anlagen. Die technischen Grundlagen, also welche Einrichtungen und Teile eine BMA oder eine andere brandschutztechnische Anlage hat, beschreiben die Autoren übersichtlich, gehen dabei jedoch auf Besonderheiten ein und problematisieren manche Aspekte. More

Eine ganz besondere Zahl

Der 11. Februar ist der 42. Tag des Jahres.

Für viele von uns ist er ein besonderer Tag, denn die 42 ist eine ganz spezielle Zahl, eine magische Zahl, da sie ja bekanntlich die Antwort auf die Frage nach dem “life, the universe and everything” ist.

Der 11. Februar ist aber auch der Tag des Europäischen Notrufs. An jedem 11.2 eines Jahres wird europaweit auf die einheitliche Notrufnummer aufmerksam gemacht.

Aber wie hängen nun die 42 und die 112 zusammen? Eine knifflige Frage, die mich fast die ganze Nacht wach gehalten hat.

Also die Quersumme 1+1+2 gibt 4 und das Querprodukt von 1*1*2 gibt 2. Oder aber man multipliziert die 4 mit 0,5 (1/1/2 gibt ½ ) und tada, und schon haben wir wieder eine 2. Hintereinandergeschrieben haben wir nun die 42.

Diese spontane und nicht ernst gemeinte Herleitung stellt keine Aufforderung an euch dar, die 112-Hotline anzurufen, um nach der richtigen Lösung der Gleichung zu fragen. Vielleicht ist die 112 im übertragenen Sinne die Frage auf die Antwort nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest, denn wer dort anruft, erhält spezifische Fragen, die über Leben entscheiden. In diesem Sinne: 112 – da werden sie geholfen.