Still alive? Yes!

Hallo? Gibt es euch noch? Ja, es gibt uns noch! Ich für meinen Teil komme zurzeit nicht dazu die Feder für das Feuerwehr Weblog zu schwingen. Genug Themen gäbe es, ebenso wie es Unmengen an begonnenen Artikeln gibt, die der Fertigstellung harren. Aber mal ehrlich, momentan habe ich einfach keine Lust über Feuerwehr zu schreiben. Wer meinen privaten Blog verfolgt, weiß, womit ich mich beschäftige.

Der Anfang (Fünf Jahre)

…und so fallen einem beim Ausmisten ein Paar Videos in die Hand, aufgenommen 2008 auf der FDIC in Indianapolis. Insofern relevant, weil das für mich der Startpunkt Richtung THL Schwer war. Ich kann mich noch gut an das Staunen erinnern, wie wenig Ahnung wir von Tiefbauunfällen haben.

Das Video oben zeigt sehr ansehnlich, wie Druckluft-unterstützte Rettungsstützen funktionieren, in diesem Fall Airshore.

Wen’s interessiert, hier ist die Bilderstrecke dazu.

Hunger. Und nu? (Logistik-Konzepte)

Logistik

Ich will nach hause. Und ich hab Hunger. Und määääääh

Ein wirklich sehr schöner Beitrag auf Twitter. Du weisst wer Du bist :-) zufällig war der Gefolgschaft des Absenders bekannt, dass diese Feuerwehr gerade eine Pumpübung durchführte.

Da steckt einiges dahinter. Es geht um mehr als den einsetzenden Hunger nach ein Paar Stunden Einsatzzeit. Es fehlen nämlich – zumindest in der Fläche – vollkommen die Standards für so (nicht ganz) triviale Dinge wie Essen. Trinken. Aufs Klo gehen – und mehr. More

Unsere Kinder, wir Eltern

spiel

Stefan’s These mit dem Nachwuchs hat was. Im Gegensatz zu ihn bin ich sehr wohl der Meinung, man müsste die Jungen auf Ehrenamt trimmen, denn das ist in vierlei Hinsicht gut für sie, und unsere Gesellschaft. Natürlich nicht reinprügeln, oder so.

Bleiben wir bei den Jungen: sie lernen mit Spielerei. Und warum sollte das bei uns Älteren anders sein? Leider kommen irgendwann beim Erwachsen werden auch andere Zwänge dazu. Wie schafft man den Spagat zwischen Wissenschaftler / Theoretiker und Praktiker? Egal. Wichtig ist: einfach Dinge ausprobieren, genauso wie unsere Kinder. Spielerisch lernt sich’s am Besten.

Oben: Versuch mit Erdanker, Greifzug und Dynamometer.

„Das ist was Genetisches“

Die Leser unseres Blogs, die schon länger unseren Zeilen folgen, wissen, dass wir Autoren neben dem Blog, der Feuerwehr auch „kleine/große Familienunternehmen“ leiten – sprich Nachwuchs zu Hause haben. Kinder von blaulichtinfizierten wachsen mit roten Autos und Folgetonhorn auf, nicht selten landen die eigenen Sprösslinge ebenfalls bei einer der Blaulicht-Jugendorganisationen. More

Dienst am Kunden

Dies nur etwas ganz Subjektives: Vermehrt wird von Kunden gesprochen. Also: Kunden der Feuerwehr. Das sind Menschen, die wir retten bzw. denen wir etwas Gutes tun.

Ich finde das fürchterlich.

Davon abgesehen, dass sich der Kunde nicht willentlich für uns entschieden hat weil er/ sie gar keine andere Wahl hat: ich glaube, mit dieser Ausdrucksweise ist gewollt, dass wir hier Service bieten, den wir sonst nicht bieten würden, oder dass wir uns im Kopf ein wenig anders einstellen als sonst.

Ich finde der Spagat geht zu weit. Wir sind (noch) keine kommerzielle Veranstaltung, es soll uns bitteschön die Möglichkeit gegeben werden, mit der richtigen inneren Einstellung – als Retter – an die Sache herangehen. Die Dienstleistung ist da sowieso mit inbegriffen.

Oder?

 

Persönliches Lichtkonzept

Licht

Als Angehöriger einer Feuerwehr in den 80ern bin ich “lichtgeschädigt” bzw. mit einer gewissen Nacht-Paranoia versehen.

Die Fahrzeuge bzw. der Aufbau war mies beleuchtet (LF16TS Bund, anyone?), die Einsatzstelle wurde von einem traurigen 12V-Lämpchen erhellt und ansonsten hatte man eine “Handlampe” mit einer Halbwertszeit von 10 Minuten am Mann.

Sieht heute ein wenig anders aus, LED sei dank. Im Bild oben das aktuelle “Konzept”. Nichts anderes als Dinge, die Licht abgeben. Die meisten davon auch für den USAR-Einsatz bei @fire gedacht. Wichtigste Kriterien: Hochmobil, Wahl zwischen Strahl/ Kegel und Fläche, Ausdauer und Ladezeit. Ex-Schutz nicht sooo wichtig, aber Spritzwasser solls können. More

Vier Merkmale einer schlechten Führungskraft

Ein von mir gerne immer wieder aufgegriffenes Thema ist Führung. Ich bleibe bei der Aussage, das Ganze funktioniert nur, wenn eine Führungskraft den Respekt der Mannschaft hat. Diesen muss man sich nämlich verdienen.

Drüben beim PsyBlog wird die These vertreten, gut die Hälfte aller Führungskräfte seien inkompetent (“Truly Horrible”). Gefühlt sind es mehr, aber das Thema ist ein anderes. Das Versagen lässt sich auf vier Aussagen reduzieren, nämlich:

  • Schlechte zwischenmenschliche Qualitäten, insbesondere solche, die herablassend agieren
  • Kriegen die Arbeit nie fertig. Zuviel versprochen?
  • Können kein “Team” auf die Beine stellen
  • Und sind einfach zu  weit nach oben befördert worden

Ansschliessend wird versucht aufzuzeigen, warum so viele inkompetente Leute zu Führungskräften werden. Eine Kernthese dabei ist, dass sie selbstverliebte Narzissisten sind. Im ersten Anschein sehr angenehme Mitmenschen, doch bald stellt sich heraus, dass sie Beratungsresistent sind.

Kommt das bekannt vor?

@fire OSIRAS-Konzept

OSIRAS

Die aktuelle Brandschutz zur Hand? Dort wird unser (gemeint: @fire) Fahrzeug- und Verlastungskonzept vorgestellt. Das von Thomas Zawadke bei/mit Rosenbauer entwickelte System besteht aus der OSIRAS-“Box” sowie dem Trägerfahrzeug.

OSIRAS steht übrigens für “ordnance shelter for intervention rescue and ambulance slide-on” :-)

Ich denke, wir sind alle schon ein wenig (sehr) stolz auf das Fahrzeug und freuen uns darauf, damit arbeiten zu können – übrigens sowohl im Waldbrand- als auch im USAR-Bereich.

[EDIT Irakli] Danke für den Hinweis, Stefan: die Vorversion des OSIRAS-Konzepts wurde auf der Interschutz vorgestellt: FWnetz. Neu ist hier somit die “endgültige” Fassung der Box, sowie das Trägerfahrzeug.