Quiz

Natürlich könnte man es als „Arbeitszeitvernichtung“ bezeichnen, doch witzig und erhellend ist es allemal: Die Serie „Eignungstest“ in der Süddeutschen Zeitung Online fragt heute „Könnten Sie Feuerwehrmann werden?“ Eine Herausforderung für jeden (freiwilligen) Feuerwehrangehörigen, oder nicht? Aber schaut selbst. [SZ Eignungstest]

P.S. Ich kann nicht Feuerwehrmann, mit 15.709 von 20.000 Punkten erübrigt sich die Frage.

Brand im Livestream

Seit ein paar Tagen geistert ein Video durch die Welt, in der ein Mann in Japan im Livestream versehentlich sein Zimmer in Brand setzt. Den Wahrheitsgehalt mal ausgeklammert, kann man sehr schön sehen, dass man auch für einen Entstehungsbrand eine hohe Menge Löschmittel benötigt, es also mit dem sprichwörtlichen Eimer Wasser nicht getan ist.

Die ganze Meldung gibt es bei Spiegel Online.

Buchverlosung „Vegetationsbrandbekämpfung“

Aufgepasst! Anlässlich der Publikation des Buches „Vegetationsbrandbekämpfung“ aus der Reihe Einsatzpraxis Feuerwehr (Rezension hier) verlost das Feuerwehr Weblog ein Exemplar der Publikation.

Buchcover Cimolino et al "Vegetationsbrandbekämpfung"

Wer unter diesen Artikel hier im Blog (oder unter den Artikel auf Facebook) einen Kommentar schreibt, nimmt automatisch an der Verlosung des Buches „Vegetationsbrandbekämpfung“ teil. Voraussetzungen sind eine gültige E-Mail-Adresse und Postadresse in Deutschland.

Die Verlosung läuft bis einschließlich 30. September 2015. Der Gewinner wird von uns dann in KW 40 per Email benachrichtigt.

Das Exemplar wurde vom Verlag ecomed Sicherheit für die Verlosung zur Verfügung gestellt.

Viel Glück!

Update 2015-09-10:

Hinweis: Bitte entweder nur hier im Blog oder auf Facebook teilnehmen. Doppelteilnahmen werden gelöscht.

Update 2015-10-01:

Bitte nicht mehr teilnehmen, der Gewinner ist ermittelt.

Externe Links

Verlag ecomed Sicherheit: Buchseite Vegetationsbrandbekämpfung

Einen Fuß immer im Schwarzen halten

Rezension von Vegetationsbrandbekämpfung aus der Reihe Einsatzpraxis Feuerwehr

Buchcover Cimolino et al "Vegetationsbrandbekämpfung"

Ist es im Sommer länger anhaltend trocken, steigt auch in unseren Breitengraden die Gefahr von Bränden auf Wiesen und in Wäldern. Auch wenn wir hierzulande nicht von den gigantischen Feuersbrünsten Nordamerikas oder Australiens betroffen sind, stellen Brände in der Vegetation die Feuerwehr vor Herausforderungen, die durch Fortbildung und Übung zu vermitteln und im Rahmen der Einsatzplanung zu beachten sind. Und mit einer Zunahme dieser Einsätze ist aufgrund der klimatischen Veränderungen zu rechnen – auch in den weniger warmen Jahreszeiten. More

Koexistenz mit dem Feuer

Zum Thema Vegetationsbrand bin ich auf einer englischsprachigen Seite auf einen recht interessanten Artikel mit Bezug auf eine Studie der University of California gestoßen, dessen Grundaussage ist, dass Vegetationsbrände rund um bestimmte amerikanische Wohngebiete nicht verhindert werden können, sondern die Menschen lernen müssen, mit dem Feuer zu koexistieren.

“But fire, unlike other natural hazards, is still widely considered an enemy to be defeated, rather than a fact of life that must be accepted.” (Newyorker.com)

Das Thema, so die Studie, wir grundsätzlich falsch angegangen, wenn man sich andere Naturkatastrophen anschaut.

“To reduce flood damage, we make floodplain maps. To reduce earthquake damage, we form earthquake commissions. When it comes to fire, we hand everything over to the firefighters.” (Newyorker.com)

Bisher, so die Studie weiter, würden die Ressourcen vollkommen falsch eingesetzt und bestehende rechtliche Werkezuge nicht benutzt. Insbesondere kritisieren die Feuerökologen, dass das Entfernen von Brennstoff, also abgestorbenen Bäumen etc, das Gegenteil von dem bewirkt, was erreicht werden soll.

“(…) fuels-reduction efforts may increase risks to life and property by encouraging development in fire-prone areas. […] Land-use regulations like those that govern floodplains, the authors say, could restrict development in the most dangerous areas, and building codes requiring fire-resistant materials could reduce damage to existing structures”. (Newyorker.com)

[Gizmodo | Newyorker.com | Nature.com]

Markus hat Frust. Von Biogas und Fachausbildung.

Schwebende Last

Markus hat Frust. Markus ist nicht alleine. So wie ihm geht es so vielen, wenn nicht den meisten (Fach-)Ausbildern bei der Feuerwehr.

Hat mal jemand eine PowerPoint zu X*?

*X = [Tiefbauunfälle, Dekontamination von Verletzten, Atemschutznotfälle,…,n]

Die Vielfalt von möglichen Einsatzszenarien ist fast unendlich, und lässt sich im Sinne dieses Artikels prima folgendermaßen darstellen: More

USA: Untersuchungsbericht zu 4 getöteten FA in Houston

Eben veröffentlicht: der Untersuchungsbericht zu vier getöteten und 16 (!) verletzten FA in Houston, TX, USA. Zum Download als PDF. Bei diesem Einsatz stürzte das Dach des Gebäudes auf die FA im Innenangriff, und in einem Folgeeinsturz wurden weitere Mitglieder  – auch eines RIT – teils erheblich verletzt.

Untersuchungsberichte sind eine Goldgrube an Informationen. Wenn etwas schiefgeht, dann ist das üblicherweise eine Verkettung von unglücklichen Dingen. Hier auch nicht anders, und auch hier lohnt ein Blick in dem sehr detaillierten Dokument. Besonders interessante Aspekte:

  • Der Brand schwelte bereits seit ca. 3 Stunden im Dachbereich. Somit war die Konstruktion bereits bei Eintreffen der Einsatzkräfte erheblich geschwächt
  • Sehr starker Wind erschwerte die Löscharbeiten, und verursachte ungewöhnliches Brandverhalten
  • Der RIT wurde erfolgreich eingesetzt
  • Es wurden zur Rettung Hebekissen (!) eingesetzt

Gerade der letzte Punkt für mich ein Killerargument, warum dieses Gerät auf ein HLF gehört.

Weitere Lektüre hier im Feuerwehr Weblog: Untersuchungsberichte tödlicher Unfälle, Wind Driven Conditions

Und: Ehre dem Angedenken der getöteten Feuerwehrangehörigen.

Drohnen behindern Löscharbeiten

Laut einer Meldung auf heise.de behinderten privaten Drohnen die Löscharbeiten bei einem Waldbrand in Kalifornien. Wenn ich es mal plakativ formuliere, bekommt Gaffen damit eine neue Dimension. Grundsätzlich möchte ich den Einsatz von Drohnen bei Einsätzen nicht verdammen, es gibt Situationen, da kann ein aktuelles Luftbild sinnvoll sein, aber das Fluggerät sollte dann von den zuständigen Hilfsorganisationen gesteuert werden. Habt ihr schon einmal positive wie auch negative Erfahrung mit privaten Drohnen an Einsatzstellen gemacht? [Link]

Integrieren um zu engagieren

Momentan fühle ich mich unwohl. Nicht, weil es so heiß ist, sondern weil ich aus den Medien Dinge entnehme, die mich schockieren, betroffen machen und Zweifel an der Mentalität der Gegenwartsgesellschaft nähren – ja, gerade weil ich Feuerwehrangehöriger bin. Jenseits von „neuen“ politischen Parteien und obskuren Demonstrationsbewegungen, die bei mir nur Kopfschütteln und den Sarkasmusmodus auslösten, muss ich erkennen, dass beide ideologische Wegbereiter für etwas sind, von dem ich hoffte, die deutsche Gesellschaft hätte es überwunden. Und ja, auch die Feuerwehren sind mal direkt, mal indirekt davon betroffen. Ich schreibe von den zunehmenden Brandanschlägen auf Einrichtungen für Flüchtlinge und die meinungsmachende Hatz in den sozialen Medien auf alles, was verbal nicht rechts von den Rattenfängerorganisationen steht. Ich bin zwar weit davon entfernt, mir linke Ideologien eigen zu machen oder gar ernst zu nehmen, aber momentan komme ich auch als Feuerwehrmann aus dem Nachdenken darüber, was in diesem Land falsch läuft, nicht mehr heraus. (Wohlgemerkt, die Ursachen für die gegenwärtige Situation sind auch bei den etablierten Parteien und der Lethargie der Regierenden zu suchen). More