Von Menschenführung, Kommunikation und Katastrophen

Ein paar interessante Fundstücke aus dem Netz

Im Laufe der letzten Tage (und partiell Wochen), hat sich einiges an Links angesammelt, die ich ursprünglich in eigenen Beiträgen aufgreifen wollte, dies nun aber nicht weiterverfolge, da im Feuerwehr Weblog derzeit alles andere als Sommerloch herrscht: More

Mr. Freeze vs. El Diablo

Willkommen im Sommerloch: Auch wenn ich weder Anhänger des Marvel- noch DC-Universums bin, zwingt sich der Vergleich zwischen Mr. Freeze (Batman) vs. El Diablo (Suicide Squad) beim Betrachten des folgenden Videos des TheBackyardScientist auf: Was passiert, wenn ein Flammenwerfer gegen flüssigen Stickstoff antritt? Auch wenn der Versuch nicht zur Nachahmung zu empfehlen ist, gibt es ein paar schöne Bilder. Aber seht selbst.

Tech-Watch: RoboGlove

Mit mehr Kraft zugreifen, war die Intention der zunächst für Einsätze im Weltraum entwickelten Roboglove-Handschuhe. Wie bei vielen für die Raumfahrt konstruierten technischen Geräten wurde der Handschuhe für z. B. die Fließbandarbeit und Kranke entdeckt und soll durch die schwedische Medizinfirma Bioservo Technologies AB in Lizenz weiterentwickelt und mit dem eigenen Produkt SEM GloveTM kombiniert werden. Der exoskelettartige Greifassistent ist dabei der menschlichen Hand nachempfunden und verfügt über Sensoren, Spann- und Stellglieder, die Nerven, Muskeln und Sehnen simulieren. Ziel der Weiterentwicklung ist die Steigerung der Effizienz von Arbeitern im industriellen Umfeld, indem die Präzession erhöht, aber gleichzeitig die Ermüdung der menschlichen Muskeln verringert wird. [golem.de | Bioservo | GM | NASA] Was für das industrielle Umfeld gilt, gilt auch für die Arbeit von Feuerwehrangehörigen: Greifunterstützung bei besonders anstrengenden, sich wiederholenden Tätigkeiten, schützt auch hier vor Ermüdung oder Verletzung.

Immer schön unten bleiben

Das amerikanische Feuerwehr-Netzwerk FireEngineering hat eine interessante (und wissenswerte) Zusammenstellung zum Thema Wärme und Auswirkungen auf den menschlichen Organismus und Textilien publiziert. Die Zusammenstellung zeigt einerseits die zu erwartende Höhe der Wärme, führt aber auch vor Augen, wie empfindlich die menschliche Haut ist und mit welcher Schutzwirkung wir bei der PSA rechnen können.  [FireEngineering] More

Alarmcode: Brennt Pferdemist

Vorsicht Sommerloch: In Throop (NY)/USA geriet bei hohen sommerlichen Temperaturen Pferdmist in Brand und drohte auf das angrenzende Gebiet überzugreifen. Eigentlich gehört der Vorfall, über den das Wissenschafts-Portal Spektrum.de berichtet, in die berühmte Kategorie vom umgefallenen Sack Reis im Sommerloch, wenn, ja wenn sich dahinter nicht ein interessantes, biologisch-chemisches Phänomen verstecken würde: Selbstentzündung. Zur genauen Erklärung geht’s hier lang.

Lebensretter seit 45 Jahren

Notrufsäule. Quelle: KMJ / Wikipedia Creative Commons (CC BY-SA 3.0)

Während für so manchen beruflichen (oder ehrenamtlichen) Retter nach 45 Jahren meist Schluss ist, stehen die orangefarbenen Notrufsäulen noch immer an den deutschen Autobahnen. Die Betonung liegt dabei auf „noch“, denn der  Dienstleistungsvertrag zwischen der Dienstleistungstochter des  Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft und dem Bund Ende 2018, und noch weiß niemand, wie es mit den Notrufsäulen weitergehen wird. Dass sich im Zeitalter der Mobiltelefone der Sinn der stationären Einrichtungen keineswegs erledigt hat, gibt man gerne zu, auch ist man offen für die Weiterentwicklung im Kontext der  digitalen Infrastruktur für das vernetzte Fahren. [Newsletter der GDV 2-2016: Retter in höchster Not]

Großschäden in der Sachversicherung

Zwei Feuerwehrleute bekämpfen einen Autobrand

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat einen Bericht  zur „Schadenverhütung in der Sachversicherung 2015/2016“ vorgelegt.

Aufgelistet werden u.a. die zehn größten Schäden des Jahres 2015 (auf Platz 1: Brand eines Schlachthofes mit einem Schadenaufwand von 265 Mio. Euro).  Das klingt schon hoch, aber in der Zusammenstellung der zehn größten Schäden seit 1962 rangiert ein Brand aus 2005 mit 407 Mio. Euro Schadenaufwand.

Aufschlussreich ist auch der Blick auf die Hauptursachen für den Schadenumfang des Feuers für die Jahre 2004-2013 (S. 9), der zeigt, dass die Folgeschäden durch z.B. Ruß und Verschmutzung mit giftigen Stoffen, den Löwenanteil des Schadenaufwandes ausmachen. [PDF]

Statistische Auswertung von Brandschäden

Feuerwehrleute beim Löschen eines Brandes

Die vfdb – Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. – hat vor einiger Zeit die ersten Ergebnisse zu dem von ihr initiierten Projekt „Brandschadenstatistik“ publiziert. Das Projekt soll allgemeine statistische Aussagen über Brandeinsätze in Deutschland von der Alarmierung der Feuerwehr bis hin zu den entstandenen Brandschäden sammeln. Im Fokus des Projektes steht dabei die Analyse der Wirksamkeit von eingeleiteten (anlagentechnischen) Brandschutzmaßnahmen – also der statistische Nachweis der Wirksamkeit. Gleichwohl werden im Rahmen des Projekts noch immer Daten gesammelt bzw. ausgewertet. More

DK: Privater Rettungsanbieter insolvent

in Dänemark wird an allen Ecken kräftig gespart, auch beim Rettungsdienst. So vergab die Region Süddänemark mit ca.  1,2 mio. Einwohnern vor zwei Jahren den Betrieb des Rettungsdienstes an die Niederländische Firma BIOS. Mitbieter Falck ging nach 95 (!) Jahren leer aus.  Einsparungen: mindestens 5 Millionen Kronen, umgerechnet ca 700.000 Euro pro Jahr.

Der Start war holprig, BIOS konnte die Zusagen, insbesondere an vorgehaltenem Personal, nicht einhalten und erhielt scheinbar 50 Millionen Kronen zuviel überwiesen. Überlaufenes Fass: die Region hat den Konkurs von BIOS beantragt, faktisch das aus, da eine sofortige Rückzahlung des Betrages wohl nicht möglich ist. Der Betrieb soll sicher gestellt werden, und: die Region möchte ihn selbst übernehmen.

Unterm Strich eine interessante Geschichte, abgesehen von der mißlichen Lage der Angestellten: denn die Abgabe von „kritischen Strukturen und Dienstleistungen“ an Privatanbieter ist eine heikle Sache. Jedenfalls ist die Gefahr groß, wenn es ausschließlich um die Kosten geht, dass das schief gehen kann, wie man sieht.

Projekt Halbmarathon – Das Tagebuch (5)

Dieser Statusbericht fällt kurz aus, sehr kurz, denn ich habe mich vorübergehend in den Sicherheitsmodus versetzt, sprich, lauftechnisch bin ich auf Status 6. Probleme mit der Achillessehne, die nach der Trainingseinheit am vergangenen Dienstag auftraten, lassen mir keine andere Wahl. Auch das weniger belastende Alternativtraining, in meinem Fall das Schwimmen, musste ich wegen einer anderen kleineren Verletzung/Verspannung unterhalb des Schulterblattes aussetzen. Das kommt vor, und genau deswegen hatte ich von Beginn an auch einen kleinen Zeitpuffer eingeplant.