Ausbildung

Alternative Antriebskonzepte als Herausforderung

Besprechung von Christof Lindes Buch Unfälle mit alternativ angetriebenen Fahrzeugen

 

alternativantriebDie zunehmende Nachfrage nach erdölbasierten Kraftstoffen lässt nicht nur die Preise steigen, sondern die endliche Ressource Erdöl schneller knapp werden, weshalb Fahrzeuge mit alternativen Antriebsformen an Bedeutung gewinnen und zunehmend das Bild auf öffentlichen Straßen prägen. Die Feuerwehren müssen sich auf diese Veränderungen einstellen und die sich ergebenden Herausforderungen meistern.

In enger Zusammenarbeit mit den führenden Fahrzeugherstellern und anderen Komponentenherstellern erstellte Christof Linde ein übersichtliches Einführungsheft in die Technologie, den Aufbau und die spezifischen Besonderheiten von alternativ angetriebenen Personenkraftwagen, dass sich speziell an Einsteiger richtet. More

Zum Einsatz fertig

Bis vor Kurzem war ich der Auffassung, das Feuerwehrleistungsabzeichen (LAZ) sei eine Spielerei für abzeichenjagende Kameraden, dessen Wiederkehr sich jährlich anlässlich der „Kreiseimerfestspiele“ ereignet. Persönlich empfand ich es mehr als Klotz am Bein, denn als Gewinn, kostet es doch vor allem viel Zeit und Nerven, und haftete dem Ganzen doch etwas Folkloristisches an. Der unmittelbare Nutzen wollte sich mir zunächst nicht erschließen, denn das Durchlesen des Szenarios kam mir unrealistisch vor.

technical rescue / technische rettung

Inzwischen habe ich meine Meinung grundlegend geändert. Auch wenn der Ablauf der Leistungsübung nicht ganz die Realität widerspiegelt, konnte ich dem LAZ inzwischen vieles an Positivem abgewinnen. More

Ausbildungs-DVD „Drehleiter für Jedermann“ ausgelaufen

Eine kurze Meldung in eigener Sache: die Ausblidungs-DVD „Drehleiter für Jedermann“ ist ab sofort nicht mehr verfügbar. Die Inhalte sind inzwischen fünf Jahre alt, und entsprechend nicht mehr 100% deckungsgleich mit der aktuellen Lehrmeinung. Aber fast – wer sie vor Kurzem beschafft hat, ist damit immer noch bestens bedient.

Wir sagen ein dickes Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit mit den Jungs von Drehleiter.info, und natürlich auch an alle, die das Projekt mit dem Kauf der DVD unterstützt haben. Die aktuelle DVD ist hier im Shop des Feuerwehr Magazins erhältlich.

Qualifikationen für den Alltag

Es gibt viele Punkte, die mir an der Feuerwehr gefallen. Dazu zähle ich auch „Qualifikationen für den Alltag“. Man kann sich beispielsweise in der Bedienung von Motorsägen ausbilden lassen und diese Qualifikation auch privat nutzen, um Brennholz zu machen. Auch der finanzielle Zuschuss für einen LKW-Führerschein zähle ich dazu.

Welche „Qualifikationen für den Alltag“ fallen Euch ein? Welche Qualifikation hat Euch entweder privat oder beruflich den größten Nutzen gebracht?

Strengere Ausbildungsvorschrift sichert Einsatzfähigkeit deutscher Feuerwehren – Qualität statt Quantität.

Berlin. Nach neuen Plänen des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) soll die Leistungsfähigkeit deutscher Feuerwehren deutlich gesteigert werden. In Zeiten von Personalmangel und sinkenden Mitgliederzahlen gerade bei freiwilligen Feuerwehr sollen zukünftig der körperlichen Fitness sowie dem Ausbildungsstand einer jeden Einsatzkraft deutlich mehr Gewicht beigemessen werden. Um dies durchzusetzen hat der DFV ein Papier unter dem Namen “Quality us“ entworfen, dass nun durch die einzelnen Bundesländer in Gesetze überführt werden soll. Die Innenministerien der Bundesländer haben schon ihre Zustimmung signalisiert und wollen das Papier ohne Änderungen übernehmen.

Der Plan sieht vor, dass zukünftig für jede Einsatzkraft ist ein Ausbildungsnachweis zu führen ist, in dem geleisteten Ausbildungsthemen und -stunden aufgelistet werden. (vgl. Atemschutznachweis). Leistet ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau innerhalb eines Jahres nicht die geforderten Ausbildungsstunden (zu definierten Themen), müssen fehlende Ausbildungeinheiten vor Wiederaufnahme des Einsatzdienstes nachgeholt werden.

Ähnlich ist es bei der Fitness der Feuerwehrleute. Geplant ist, dass jeder Feuerwehrmann einmal jährlich einen Basis-Fitness-Test nach Vorbild der Bundeswehr durchlaufen muss. Einsatzkräfte, die diesen Test nicht bestehen, dürfen zu ihrer eigenen Sicherheit bis zum positiven Bestehen nicht weiter am Einsatzbetrieb teilnehmen.

Als Sofortmaßnahme sollen außerdem im Dienstbetrieb regelmäßig Eigengewichtsübungen wie Liegestütze oder Klimmzüge durchgeführt werden. Da diese keine Fitnessgeräte benötigen, kann damit flächendeckend schnell die Einsatzfähigkeit deutlich gesteigert werden. Anfangs gelten als Mindestbedingungen für die Einsatzfähigkeit 30 Liegestütze, 10 Dips sowie 30 Bauchpressen. Den einzelnen Feuerwehren wird empfohlen vor jedem Dienst diese Übungen sowohl als Training als auch als Kontrolle durchzuführen.

Auch das Thema Ernährung soll künftig in den Focus gerückt werden. “Nur gesunde und gut trainierte Einsatzkräfte können die Anforderungen des Einsatzes gerechtwerden”, sagt der Qualitätsbeauftragte des DFV, Dipl.-Ing. Florian Lamme. “Übergewichtige Feuerwehrleute stellen im Einsatz eine Gefahr für sich und andere dar.”. Maßzahlen wie den bekannten Body-Mass-Index will der DFV vorerst aber nicht als verbindlichen Maßstab einführen. Erfahrungen im Ausland hätten gezeigt, dass an einer derartigen Hürde gerade gut trainierte, kräftige Einsatzkräfte scheitern würden.

Zu Vorwürfen, man wolle eine Elite herausbilden sagte Lamme: “Die soziale Funktion einiger Feuerwehren ist mir bekannt, doch ist das nicht unsere Kernaufgabe. Dies können die vielerorts bestehenden Fördervereine übernehmen.” Auch die Schließung einzelner Standorte wäre für Lamme eine Option, notfalls könne man Defizite durch die Schaffung hauptamtliche Stützpunkte ausgleichen.

Externe dazuholen?

Als Anlass zu diesem Gedankengang folgende Meldung von Atemschutzunfaelle.eu: unweit von hier, genau genommen bei der Feuerwehr Ottobrunn, wurden die Führungskräfte zu den Themen „Anleiterbereitschaft“ und „Taktische Ventilation“ unterwiesen. Natürlich eine klasse Sache, von der man nur profitieren kann – jetzt obliegt es der Feuerwehr, das Gelernte zu verinnerlichen, aber da mache ich mir bei den Ottobrunnern keine Sorge.

Worum es hier eigentlich geht: das Dazuholen von Externen: das ist nämlich immer so eine Sache, die nicht immer selbstverständlich ist. Im Laufe der letzten Jahre bin ich auch oft mit der Thematik konfrontiert worden, bei mir natürlich aus der THL in Sonderlagen, kann man aber verallgemeinern.

Ganz grob kann man das Verhältnis einer Wehr zu externer Ausbildung in drei Kategorien im Umgang mit Lehrstoff einteilen:

  • Man macht alles selbst, nimmt dann höchstens ausschliesslich die offiziellen Angebote im Kreis und den Feuerwehrschulen wahr
  • Man fährt zu einer Ausbildungseinrichtung
  • Man holt sich die Ausbildung ins Haus More