Hier ein Video eines Banküberfalls in einer Kleinstadt in Schweden. 4 Gangster werden von einer Zivilstreife gestellt, eröffnen mit einem AK 47 das Feuer und es entwickelt sich eine kurze, aber heftige Schießerei.
Mal unabhängig von polizeitaktischen Fragestellungen (kann ich überhaupt nicht bewerten) sieht man zu Anfang des Videos eines Passanten, dann man nach dem ersten Schnitt auch selber sieht: Er steht, das Smartphone haltend, hinter einem knieenden, schießenden und beschossen werdenden Polizisten.
Ich behaupte jetzt mal, dass er AK Schütze auf die Entfernung nicht Polizist/Glock und Passant/IPhone unterscheiden kann (und will) und der Filmer sich höchster Lebensgefahr befunden hat. Eine Gefahr, die er sicher nicht wahrgenommen hat. Wir können jetzt über die Gründe dieser Verkennung von Gefahren philosophieren, Tatsache ist, dass es Sie gibt. Dies Phänomen haben sicher auch viele von euch schon festgestellt (gibt es da genauso extreme Beispiele?).
Für uns machte es das Arbeiten sicher nicht leichter, auch die beiden Polizisten in Schweden werden sich gefragt haben, warum die ganzen Gaffer sich nicht verp****t haben.
http://www.liveleak.com/view?i=7d4_1357337618
Die Überschrift trifft den Kern der Geschichte. General Peter van Uhm, oberster Kommandeur der Niederländischen Streitkräfte, hielt mal eine Rede warum er, anders als andere Menschen die zum Beispiel mit Musik für den Frieden einstehen, die Waffe als sein Werkzeug gewählt hat um Frieden zu fördern. Während seiner Rede bringt ihm eine Soldatin ein Sturmgewehr. Peter van Uhm bemerkt daraufhin, dass es den Menschen unbehagen bereitet einen Mann mit einem Sturmgewehr vor sich stehen zu haben, weil sie es nicht gewohnt sind. An die Szene musste ich bei diesem Video hier denken. Manche Menschen sind sich der Besonderheit der selbstverständlichen Sicherheit, die wir in Europa genießen, gar nicht bewusst. Sie sind es nicht gewohnt Menschen mit Schusswaffen zu begegnen und ebensowenig den Konsquenzen die es mit sich zieht mal einen Menschen mit Schusswaffe zu begegnen, der keine friedlichen Absichten hat. Sie sind durch die sehr gute allemeine Sicherheitslage realitätsentfremdet, getreu dem Motto: “Es wird schon nichts passieren, die zielen ja nicht auf mich.”
Falls jemanden die Rede von Peter van Uhm interessiert hier der Link, sehr sehenswerte Rede meiner Meinung nach: http://www.ted.com/talks/peter_van_uhm_why_i_chose_a_gun.html
dkwtz